Glücksburg : Supermarkt soll wachsen

So könnte die Glücksburger Rathausstraße nach der Erweiterung des Edeka-Marktes aussehen, rechts die denkmalgeschützte alte Apotheke.
So könnte die Glücksburger Rathausstraße nach der Erweiterung des Edeka-Marktes aussehen, rechts die denkmalgeschützte alte Apotheke.

Kaufmann Wolfgang Matthiesen präsentiert seine Pläne für das Glücksburger Stadtzentrum.

shz.de von
02. August 2017, 13:24 Uhr

Glücksburg | Wolfgang Matthiessen möchte seinen Edeka-Supermarkt in der Rathausstraße in Glücksburg vergrößern und hat einen Antrag bei der Stadt eingereicht. In der jüngsten Bauausschuss-Sitzung wurde darüber diskutiert.

„Wir sind der soziale Mittelpunkt im Ort“, argumentierte Matthiessen, der persönlich erschienen war. Die Erweiterung ist aus seiner Sicht notwendig, weil derzeit die Gänge zu klein sind. „Wir haben viele Kunden mit Rollatoren. Die kommen nicht aneinander vorbei“, so Matthiessen. Derzeit seien die Gänge 1,60 und 1,75 Meter breit. Angestrebt sei eine Breite von zwei Metern. Außerdem möchte der Kaufmann sein Angebot zeitgemäß erweitern. Dazu gehören für ihn Produkte für Allergiker. „Gluten- und laktosefrei“ seien nachgefragt, ebenso „Ultra Convenience Produkte“. Das sind frisch zubereitete Speisen, die nur 48 Stunden haltbar sind. Der Kunde muss nicht mehr selbst kochen – auch das ein Trend in Matthiessens Augen. Er findet, dass eine moderne Stadt das haben sollte.

Rund 25 Jahre liegt der letzte Umbau des Supermarkts zurück. An die bestehenden rund 1500 Quadratmeter möchte der Kaufmann im Osten 500 Quadratmeter anbauen. Das Investitionsvolumen beträgt eine Million Euro.

Östlich des Supermarktes liegt das Grundstück mit der früheren Hofapotheke, eins der ältesten Gebäude Glücksburgs. Es gehört ebenfalls dem Edeka-Betreiber. Im vergangenen Jahr wurde die alte Apotheke nach Absprachen mit dem Denkmalschutz zu einer kieferorthopädischen Praxis umgebaut. Nach den eingereichten Plänen beträgt der Abstand zwischen Supermarkt-Anbau und Apotheke nur zwei Meter. „Das Amt für Denkmalpflege hat sogar vorgeschlagen, die Gebäude direkt aneinander zu setzen“, so Matthiessen, „aber das passt von den Fundamenten nicht“. Das Amt habe jedenfalls keine Bedenken, solange der Anbau nicht die Traufhöhe der Alten Apotheke überrage.

Wie es mit der Parksituation aussehe, wenn der Markt mehr Kundschaft bekomme, wollte Oliver Grages aus dem Bauausschuss wissen. „Es gibt keine Auflagen, mehr Parkplätze zu schaffen“, so Matthiessen. Er plant, das Grundstück an der Waldstraße 3 von der Stadt zu pachten. Dort könnten sieben Parkplätze geschaffen werden. „Wir sind in Verhandlung. Die Fraktionen müssen sich beraten. Die Bereiche rund um den Supermarkt hängen miteinander zusammen“, fasste Matthiessen zusammen. Ein Stück weiter ist er mit seinen Planungen nach der Sitzung gekommen: Der Ausschuss beschloss die Aufstellung der vierten Änderung des B-Plans Stadtzentrum/Schinderdam.

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