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Flensburger Tageblatt

19. August 2017 | 15:48 Uhr

Süße Fracht aus schnellen Fliegern

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Über 140 Piloten zeigten beim 42. Internationalen Modellflugtag in Jerrishoe ihre Schätze / Für Kinder flogen Bonbons auf die Erde

Der Vormittag des gestrigen 42. Modellflugtages in Jerrishoe bei Tarp steckte noch in leichtem Regen fest, doch das Vorprogramm war nur das Aufwärmen für die große Flugshow. Dann, pünktlich zum Hauptprogramm, wurde es sogar sonnig und die Begrüßung der Piloten und zahlreichen Zuschauer mit dem Bannerschlepp eröffnete den Modellflugtag, der bereits seit über vier Jahrzehnten stattfindet.

Ein über fünf Stunden dauerndes Starten und Landen der verschiedensten Flugmodelle offenbarte den Zuschauern und zahlreichen bekannten Piloten einen Querschnitt vieler aktueller Kleinflugzeuge, Hubschrauber und Segelflugzeuge im verkleinerten Maßstab. Der Vorstand des Modellflug-Clubs Tarp e.V. und die vielen engagierten Helfer hatten den Startplatz nicht nur mit einem schönen „Golfrasen“ hergerichtet und eine Infomeile rund um das Vereinsheim aufgebaut – auch der Campingplatz und die guten Parkmöglichkeiten luden die Besucher in Scharen ein. Jörg Keil, Olaf Haak und Lars Thomsen vom Vorstand hatten am Infostand alle Hände voll zu tun, um die vielen Wettbewerbe zu organisieren.

Die beiden Kommentatoren Michael Bittner und Günther Zielke hatten die Mikrofone vom „Tower“ und direkt am Grasplatz bestens im Griff. So starteten mit lautem Pulso-Triebwerk auch schon die beiden wohl schnellsten „He 162 Salamander“ von Jerrishoe aus in den Himmel. Jörn Knott zeigte dann Solo-Kunstflüge mit seiner Yak 54, wobei er auch den Tiefflugpreis – sein Objekt lenkte er nur wenige Zentimeter über den Boden – gewann. Nach den Hubschraubern folgten noch der „Fliegende Rasenmäher“ und weitere schnelle Turbinenjets. Die beiden „Fuchsjagden“ kamen bei den Zuschauern besonders gut an: Hierbei werden lange, an den Flugobjekten befestigte Banner von anderen Maschinen rasant gejagt. Hierbei konnte Johanna Paff aus Hamburg ihr großes Geschick beweisen und mit ihrem mit Blumen geschmückten „Mentor“ ein Banner abfangen. „Schon seit Jahren bin ich mit meiner Familie beim Flugtag dabei“, sagte die junge Nachwuchspilotin und lehrte einigen alten Hasen die Kunst des Fliegens. Mehr als zehn Fans aus ihrem Fan-Club nahmen sie danach in die Arme.

Es folgten weitere Hubschrauber-Kunstflüge und Oldtimer-Vorführungen. Das Ballonstechen ist neben den Fuchsjagden ein weiterer Höhepunkt des internationalen Flugtages. Mehr als zehn betagte Maschinen zeigten, wie man bunte Ballons in einem Meter Höhe zerplatzen lässt. „Hier gingen doch schnell einige Flugzeuge zu Bruch“, sagte Olaf Haack. „Aber es war spannend.“ Etwas ruhiger waren die Segelflieger und ein „PAF Turbinensegler Fox“ unterwegs. Auch Elektroflieger, die immer mehr an Bedeutung zunehmen und die durchaus mit über 200 Stundenkilometern über die Piste fliegen, zeigten ihr Können. Ein historischer Holz-Nachbau einer „Bleriot XI“ in umwerfender Größe zog im Basarzelt die Blicke auf sich. Und natürlich waren auch die Massenstarts der „Schaumwaffeln“ (leichte Kunststoff-Flugzeuge) und der Großmodelle ein besonderes Ereignis. Für die Kinder durfte natürlich der Bonbonflieger von Bernd Matthiesen nicht fehlen, denn genau über ihren Köpfen lud er seine süße Fracht ab. Die Fans und Freunde jeglicher Luft-Gefährte konnten diesen Flugtag mit Begeisterung genießen.

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erstellt am 20.Aug.2013 | 17:39 Uhr

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