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Zugunfall zwischen Flensburg und Kiel : Süderbrarup: Auto stößt mit Zug zusammen – ein Toter, zwei Schwerverletzte

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Unfall geschah an einem unbeschrankten Bahnübergang. Der Zug war auf dem Weg nach Kiel.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2016 | 20:14 Uhr

Süderbrarup | Auf der Bahnstrecke zwischen Flensburg und Kiel hat es am frühen Mittwochabend einen schweren Unfall gegeben, ein Mensch kam dabei ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt. Wie die Bundespolizei auf Anfrage von shz.de bestätigte, ist in Süderbrarup (Kreis Schleswig-Flensburg) am unbeschrankten Bahnübergang Heidbergweg ein Auto mit einem Zug zusammengestoßen. Laut Bundespolizei-Sprecher Hanspeter Schwartz kam ein Insasse des Autos ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt.

Der Zugführer habe das Auto aus der Ferne sehen können und versucht, den Fahrer zu warnen. Beide Fahrzeuge bremsten daraufhin, und das Auto wurde voll erfasst. Die Retter fanden es 40 Meter von der Unfallstelle entfernt. Einer der Schwerverletzten wurde mit einem Hubschrauber in die Klinik nach Kiel geflogen, der andere wurde mit einem Rettungswagen nach Flensburg gebracht. Die Zug-Reisenden wurden nach Auskunft von Schwartz nicht verletzt.

Viele Rettungskräfte waren am Abend an der Bahnstrecke in Süderbrarup im Einsatz.
Viele Rettungskräfte waren am Abend an der Bahnstrecke in Süderbrarup im Einsatz. Foto: Karsten Sörensen
 

Der Zugverkehr ist seit etwa 17.45 Uhr auf der eingleisigen Strecke unterbrochen. Wie lange die Sperrung andauern wird, konnte Schwartz noch nicht sagen. Aktuell laufen die Bergungsarbeiten, und es werde geprüft, ob der Zug fahrbereit ist. Die Reisenden sollen, falls möglich, mit Bussen von Süderbrarup aus weiterreisen.

Der Unfall am Mittwoch ist nicht der erste an diesem unbeschrankten Bahnübergang in Süderbrarup: Schon 2012 kam es dort zu einem Zwischenfall, die Autofahrerin konnte jedoch gerade noch rechtzeitig bremsen. Ihr geschah nichts, obwohl die Motorhaube ihres Autos erfasst wurde.

Unter anderem dieser Unfall hatte die Diskussion über unbeschrankte Bahnübergänge in Schleswig-Holstein wieder neu entfacht (eine Liste schwerer Unfälle finden Sie hier). Immer wieder fordern Bürger und Verkehrsverbände, die nur mit Andreaskreuz gekennzeichneten Übergänge besser zu sichern.

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