Sturmtief "Daisy" setzte der Steilküste bei Habernis zu

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12. Januar 2010, 04:59 Uhr

Gelting/Nieby | Die Ostangelner Küste ist von Wintersturm "Daisy" weitgehend verschont geblieben. Zwar verursachten die Ostseewellen einige Abspülungen am alten Deich, der als beliebter Wanderweg von Falshöft in das Naturschutzgebiet Geltinger Birk führt, doch drang kein Meerwasser in die Niederungen hinter den Deichen ein. Thomas Bender von der Integrierten Naturschutzstation Falshöft berichtete gestern von einigen umgestürzten Bäumen, zeigte sich jedoch erleichtert, dass die am meisten bedrohten Tiere, 27 im Deichvorland weidende Highlandrinder, keinen Schaden nahmen.

Das Hochwasser erreichte in Höhe des neuen Landesschutzdeiches vor dem Küstendorf Falshöft nicht den gefährlichen Pegelstand von 1,50 Meter über Normal Null, so dass die Feuerwehren die dortige Stöpe - ein Durchlass zum Strand - nicht abzusperren brauchten. Inwieweit Schäden an einigen Strandzugängen zwischen Hasselberg und Kronsgaard entstanden sein könnten, lässt sich nach den Worten von Rainer Kirstein (Geltinger Amtsverwaltung) erst abschätzen, wenn der Pegelstand entsprechend zurückgegangen ist.

Das Gleiche gilt für die Seglerbrücke beim Sportboothafen von Wackerballig und für die neuen Steinbuhnen bei Oehe. Bürgermeister Uwe Linde aus Gelting berichtete, es habe offenbar am Bootssteg von Wackerballig Schäden gegeben, wo ein Ponton befestigt ist. Etwas schlimmer sieht es an der etwa acht Meter hohen Steilküste "Huk" in Habernis aus. Wie Anwohner Helmut Husfeld mitteilte, haben die vom Nordostwind aufgepeitschten Wellen den Fuß der Steilküste auf einer Breite von zwei Metern weggerissen. Bereits in den zurückliegenden Jahren hat die Ostsee bei Nordostwind immer wieder zugeschlagen und Land weggerissen. Nach Worten Husfelds sind die seit längerem von den Anwohnern geforderten Sicherungsmaßnahmen dringend notwendig, damit dieser gefährdete Bereich mit seiner Wohnbebauung eines Tages nicht von der Landkarte verschwindet.

Der kurze Deichabschnitt im Bereich des Wasser- und Bodenverbandes Langballigau zwischen Westerholz und Neukirchen hielt dem Sturm problemlos stand.

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