Stützpunkt Hürup: Hilfe für betroffene Mitarbeiter

Korvettenkapitän Danny Weger mit Staatssekretär Thomas Kossendey und Bürgermeister Jan-Nils Klindt (v.l.). Foto: Staudt
Korvettenkapitän Danny Weger mit Staatssekretär Thomas Kossendey und Bürgermeister Jan-Nils Klindt (v.l.). Foto: Staudt

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30. Mai 2012, 03:59 Uhr

hürup | Seit Oktober ist bekannt, welche Konsequenzen die Bundeswehrreform in Schleswig-Holstein haben wird. Acht Standorte werden schließen, über 10 000 Arbeitsplätze sind dadurch gefährdet. Unter den acht betroffenen Einrichtungen befindet sich auch der Standort Hürup, der das Flottenkommando in Glücksburg als Sendestelle unterstützt. Gestern besuchte der parlamentarische Staatssekretär Thomas Kossendey, der dem Verteidigungsminister bei seiner Arbeit im Bundestag zur Seite steht, nun noch einmal den Stützpunkt, um die Fragen der Angestellten und der lokalen Politik zu beantworten.

"Wir werden uns jede Mühe geben, die Betroffenen in Hürup zu versorgen", sagte Kossendey. Zwölf von insgesamt 23 zivilen Sicherheitskräften an diesem Standort hätten noch keine zukünftige Stelle in Aussicht. Man versuche aber den Betroffenen auch die Möglichkeit zu geben, sich fortzubilden und neue Qualifikationen zu erlangen. Alle in Hürup stationierten Soldaten hingegen hätte man bereits mit neuen Stellen versorgt, so Kossendey. Als Grund für die Schließung der Hüruper Anlage nannte der Staatssekretär zu viele Sendestellen im Umland. Diese würden später auch die Arbeit der Hüruper übernehmen.

Hüruper Amtsvorsteher Hans-Heinrich Tramsen und der Bürgermeister der Gemeinde Hürup, Jan-Nils Klindt, waren ebenfalls zu Gesprächen anwesend. Dabei ging es in erster Linie um den Kaufpreis für die Anlage. "Uns ist es wichtig, das Gelände möglichst günstig zu bekommen", erklärte Klindt. In Anbetracht der angespannten Finanzsituation seiner Gemeinde sei eine kostenlose Übergabe des Geländes natürlich die beste Variante. "Wir finden es gut, dass der Staatssekretär hier war", sagte Tramsen, "denn schließlich ist eine genaue Zeitplanung wichtig für spätere Verhandlungen". Ein konkretes Datum. konnte der Staatssekretär aber noch nicht liefern. Ende 2015 sei die Schließung zwar realistisch, aber bis zur bundesweiten Verkündung am 12. Juni könne man nichts bestätigen.

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