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Vor Glücksburg : Stürmische Regatta der Segellehrer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In der Flensburger Förde maßen sich die europäischen Segellehrer bei starkem Wind. „Das war wie fliegen“.

Glücksburg | Saisonabschluss bei der Hanseatischen Yachtschule. 60 ehrenamtliche Ausbilder durften am Wochenende nochmal nach Herzenslust alle Schulschiffe benutzen – bis auf die schnellen J/80er. Auf diesen sportlichen Kielbooten lieferten sich sechs Segelschulen aus ganz Europa neun rasante Rennen. Der European Sailing Academies Cup, kurz ESA-Cup ist ein Wettbewerb für Segelausbilder – mit im Feld waren zum ersten Mal auch zwei Teams, deren Besatzungsmitglieder unter 21 Jahre alt waren – eine von der gastgebenden Yachtschule selbst und eine vom Kongelig Norsk Seilforening (Norwegen). Mit dabei diesmal auch ein international zusammengewürfeltes Team aus zwei Deutschen, einer Französin und einem Spanier. Obwohl sie nie zusammen trainiert hatte, schnitt die bunte Truppe gut ab. Sie landete auf dem dritten Platz.

Das Gefühl des Sieges durften zum ersten Mal die Norweger auskosten – gefolgt von Italien. Die Plätze drei und vier belegten die Teams der Hanseatischen Yachtschule vor der U21-Mannschaft.

Letztere hatte mit dem heftigen Wind zu kämpfen: „So schnell bin ich noch nie gesegelt. Das war wie fliegen“, sagte einer der jüngeren Sportler nach den Rennen am Freitag – die sieben Windstärken hatten es in sich.

Der Sonnabend begann verhalten, aber am Nachmittag frischte es wieder auf. Vor allem die Spanier waren solche Brisen offenbar weniger gewohnt – sie schossen einmal weit über die Lee-Tonne hinaus, weil sie ihren Gennaker, das bauchige Vorsegel, nicht eingeholt bekamen.

Um Leistung ging es natürlich auch – vor allem aber um Kontaktpflege, betonte Jochen Kopf. Er soll im Mai nächsten Jahres neuer Schulleiter in Glücksburg werden und konnte sich mit Kollegen aus Frankreich, Italien, Spanien, Norwegen und Dänemark austauschen. Die Teams hatten ihre Anreise aus eigener Tasche bezahlt, die weiteren Kosten trug größtenteils die Eberhard-Wienholt-Stiftung. Wienholt, Ehrenmitglied des Deutschen Hochseeverbandes Hansa, möchte besonders junge Leute für das Segeln begeistern.

Obwohl alle zwei anstrengende Segeltage hinter sich hatten, wurde zum Abschluss stürmisch gefeiert – auf die bayerische Art mit Tanz auf den Tischen wie in einem Bierzelt. Auch das war eine neue Erfahrung für einige Sportler aus Südeuropa.

 

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erstellt am 29.Sep.2014 | 10:26 Uhr

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