zur Navigation springen

Stürmisch-bewegt und mit vollen Händen gemalt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auf dem Museumsberg ist derzeit ein Ölgemälde des gefragten Künstlers Christopher Lehmpfuhl zu sehen

Wer die Aula im Hans-Christiansen-Haus auf dem Museumsberg Flensburg betritt, dem kommt das Werk buchstäblich entgegen. Das Grün des Baumes, der sich im Wind biegt, wölbt sich in den Raum hinein. Die Betonbrocken eines gestürzten Denkmals buckeln geradezu aus dem Bild hinaus. Satt, stark ist der Auftrag der Farben, als würden sie die Wucht der Ereignisse verkörpern – stürmisch, bewegt die Anmutung der Szenerie. Hier und da schimmert die nackte Leinwand durch. „Wenn man direkt davor steht, sieht es aus wie ein Relief“, sagt Museumsbergdirektor Michael Fuhr über das Ölgemälde von Christopher Lehmpfuhl. „Schön, dass es noch geklappt hat, es in diesem Jubiläumsjahr zu zeigen“, freut sich Fuhr 150 Jahre nach der Entscheidungsschlacht auf den Düppeler Schanzen.

Eben dort und natürlich im Freien, wie es seine Art ist, hat Christopher Lehmpfuhl es im Sommer vor einem Jahr geschaffen. Der 42-jährige Berliner Künstler hat an der Hochschule der Künste in seiner Heimatstadt studiert und war Meisterschüler von Klaus Fußmann. Er reist gern mit Eimern von Farbe an und teilt mit vollen Händen aus. „Düppeler Schanzen“ ist der Titel des Kunstwerks im Großformat von 180 mal 240 Zentimetern; es hängt seit anderthalb Wochen an der Außenwand des Pariser Zimmers auf dem Museumsberg. Anlass zur Entstehung des Werks war das 150-jährige Jubiläum der blutigen Schlacht bei Düppel. Und es war Lehmpfuhls Beitrag zu einem gemeinsamen Medienprojekt der vier deutschen und dänischen Tageszeitungen des Grenzlandes – Jydske Vestkysten, Der Nordschleswiger, Flensborg Avis und der Zeitungen des sh:z.

Ebenfalls erst vor wenigen Tagen hat das Werk des dänischen Künstlers Thomas Kluge seinen Platz im Sonderburger Schloss gefunden – eine ganz real dargestellte Szene von 1864, aber in der heutigen Kulturlandschaft auf den Düppeler Schanzen.

Damit klinge das Gedenkjahr symbolisch aus, sagt Michael Fuhr mit Blick auf das Pendant vom Museumsberg. „Wir hätten es sogar schon mal verkaufen können“, verrät er über das Lehmpfuhl-Bild. Doch sei es eine Leihgabe der Itzehoer Versicherungen und werde weiterziehen, allerdings gewiss nicht mehr vor Weihnachten. Nächste Station sei das neue Medienhaus in Apenrade.


Öffnungszeiten Museumsberg: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 29.Nov.2014 | 12:05 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen