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Flensburger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 07:47 Uhr

Praktikum : Studien an der sozialen Front

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vier Hannah-Arendt-Schülerinnen halfen in ihrer Projektwoche dem ehrenamtlichen Team der Tafel in der Waldstraße

shz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 10:00 Uhr

Vier Zwöftklässlerinnen der Hannah-Arendt-Schule gingen im Rahmen einer Projektwoche an die soziale Front. Sarah Bartelt (19), Aileen Kühn (21), Lena Semrau (19) und Kim Lea Nissen (18) aus der Klasse BG 15 PM der Hannah-Ahrendt-Schule hatten sich im Rahmen des Schulprojektes „Sozialisation“ bei der Flensburger Tafel in der Waldstraße gemeldet.

Der Alltag der Tafel und ihrer Gäste wurde zum Alltag der vier Schülerinnen. Große Sprünge können sie mit ihrem Taschengeld auch nicht machen, aber was die Menschen erleben, die das Angebot der Tafeln annehmen müssen, war eine gänzlich neue Erfahrung für die jungen Frauen.

„Ich hatte komplett falsche Vorstellungen, wie in der Tafel gearbeitet wird“, gibt Lena Semrau zu, die ihre Berührungsängste sehr schnell verlor. Aileen Kühn hat schon sparen gelernt und weiß, was es bedeutet, mit wenig Geld auszukommen. Seit diesem Projekt weiß sie noch sehr viel mehr über Menschen mit wenig Geld. „Das Erste, was uns aufgefallen ist, waren die Herzlichkeit und der menschliche Umgang. Wir wurden vom ehrenamtlichen Team der Flensburger Tafel sehr freundlich aufgenommen.“

Tafelleiter Klaus Grebbin hatte die vier Schülerinnen als „super engagiert und motiviert“ kennengelernt. „Es sind nicht viele junge Leute, die hierher zum Helfen kommen“, sagt er anerkennend. Nach einer kurzen Einweisung in den Ablauf der Hauptbereiche wie die Warenanlieferung, Sortierung und die Ausgabe an die vielen Nutzer der Tafel, integrierten sich die vier Schülerinnen sofort ins Team und waren voll dabei.

Diese Arbeitstage in der Tafel hatten alle Praktikantinnen in der Wahl ihres künftigen Berufsfeldes sehr bestärkt, auch wegen der vielen unerwarteten neuen Erfahrungen, resümieren die vier Projekt-Teilnehmerinnen. „Auch der Kontakt zu den über 140 Nutzern, die regelmäßig zu den Ausgabetagen kommen, war freundlich“, so Kim Lea Nissen und Sarah Bartelt.

Armut betrifft viele Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen, wegen wirtschaftlicher Zwangslagen oder nach schweren Schicksalsschlägen zu diesen ehrenamtlich organisierten Hilfen greifen müssen. Die vier Schülerinnen sind sich einig: „Wir kommen gerne wieder, ob in den Ferien oder auch mal am Wochenende.“

 

 

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