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Unterkünfte für Zugewanderte : Studenten wollen Flüchtlingen helfen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Neben ehrenamtlichen Sprachkursen von künftigen Deutschlehrern für Flüchtlingen sind weitere Alltagshilfen im Gespräch.

von
erstellt am 30.Mär.2015 | 08:00 Uhr

Flensburg | Landesregierung und Studentenvertreter wollen sich gemeinsam für die Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Flensburger Campus engagieren. Das wurde am Rande eines Gesprächs des Kieler Wissenschaftsstaatssekretärs Rolf Fischer mit dem Asta der Uni deutlich. „Wir könnten uns das vorstellen, Flüchtlinge hier unterzubringen und in den Alltag zu integrieren“, sagten Fischer und die Studierendenvertreter um Tim Papenfuß und Asta-Vorsitzende Kamala Muley unisono.

Als gelungenes Beispiel nannten sie das bereits angelaufene Projekt „Sprache für alle“. Hier bieten Lehramtsstudenten vor allem aus der Germanistik auf ehrenamtlicher Basis Deutschunterricht für neu ankommende Flüchtlinge an. Die Asta-Vertreter können sich auch eine Ausweitung auf weitere Alltagsthemen vorstellen – zum Beispiel eine Initiative „Brötchen für alle“ mit einer Art Flüchtlingscafé von und für Studierende. Studierenden-Vertreter Nikolaus Hintsch erklärte, die Studenten wollten kreativ mit der Herausforderung umgehen: „Es geht darum, wie man voneinander profitieren kann“, sagte er.

Die Stadt hatte bereits im Februar die Zahl von 620 Flüchtlingen ausgerechnet, die in diesem Jahr neu in Flensburg ankommen werden (Vorjahr: 140). Neben der bislang praktizierten dezentralen Unterbringung in der Stadt dürfte daher auch zusätzlicher Wohnraum auf dem landeseigenen Hochschulcampus notwendig sein. „Die Flüchtlingsunterkünfte werden dort in Modulbauweise entstehen“, erklärte Wissenschaftsminister Rolf Fischer (SPD) in Flensburg. Eine erste enge Absprache mit der Stadt sei bereits erfolgt, auch mit der Stadt. Ein Grundstück sei bereits identifiziert, erklärte Fischer weiter, nannte aber mit Verweis auf das federführende Innenministerium und die Stadtverwaltung keine Details. Da ein Großteil der Campusflächen unter Naturschutz steht, kommen vor allem Teile wenig genutzter Parkplätze wie der westliche Teil des Schotterparkplatzes neben dem Campusbad in Frage, oder die Freiflächen des früheren Heilpädagogischen Instituts der Uni in der Nähe der Campelle.

Am morgigen Dienstag tagt die Landeskonferenz der Asten auf dem Flensburger Campus. Dort wird es auch um die Novelle des Hochschulgesetzes gehen, die den Studierenden erweiterte Mitspracherechte einräumt. „Die Landes-Asten-Konferenz soll ein beratendes Gremium werden“, erklärte Fischer. Die Landesregierung wolle dieses Gremium stärker nutzen, ebenso wie die Landes-Rektorenkonferenz. In einem Gremium, in dem man sich regelmäßig mit Studierenden austauschen will, könnten die Studenten nicht nur ihre Ideen und Anregungen loswerden, sondern auch ihre Kritik einbringen.

 

 

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