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Aktiven Bürger Steinberg : Streit um Viehrampe in Steinberg

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Bürgermeister Gerhard Geißler schlägt im Rahmen der Herbstmarkt-Versteigerung den Abriss vor. Die Einwohner sind empört.

Personelle Veränderungen in der Gemeindevertretung von Steinberg: Nachdem Marion Thiel ausgeschieden ist – sie ist nach Stoltebüll gezogen –, rückte über die Liste der „Aktiven Bürger Steinberg“ (ABS) Bettina Osterhaus nach und trat Thiels Nachfolge in mehreren Ausschüssen an. Da die ausgeschiedene Gemeindevertreterin aber auch erste stellvertretende Bürgermeisterin war, musste in diesem Amt einen Nachfolger gewählt werden. Auf Vorschlag der ABS wurde für dieses Amt Thomas Andresen gewählt.

In seinem Verwaltungsbericht ging Bürgermeister Gerhard Geißler auf die kommunalen Ereignisse der jüngsten Vergangenheit ein. Dazu gehörte auch der Rückblick auf den 23. Herbstmarkt, den die Gemeinde zusammen mit der Feuerwehr und dem Schützenverein organisiert hatte. Traditionell gehörte zum Herbstmarkt auch eine Versteigerung. In dem Zuge hatte er aus Spaß vorgeschlagen, die alte Viehrampe abzureißen. Doch das sei nicht bei allen Bürgern in der Gemeinde gut angekommen. Ein Bürger, der damit überhaupt nicht einverstanden war, wies darauf hin, dass für einen Abriss arbeitsrechtliche Fragen wie Werkvertrag, Jugend- und Arbeitsschutz sowie Unfallverhütungsvorschriften zu beachten seien. Das nahm Geißler zur Kenntnis und bekräftigte, dass man im Falle eines Abrisses darauf achten werde. Für ihn sei die Viehrampe ein Schandfleck, der beseitigt werden soll. Seine Idee ging dahin, dass sich die Landjugend bei ihrer 72-Stunden-Aktion der Sache annehmen könnte – natürlich unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben.

Weiterhin ein Ärgernis sind in der Gemeinde Wurzelschäden in den Rad- und Gehwegen. Die entstandenen „Hubbel“ sind eine Gefahr für Radfahrer und Fußgänger. Fest steht für den Bürgermeister, dass die Beseitigung für die Gemeinde teuer wird.

Während der Einwohnerfragestunde wurde der Antrag, die Küche in der alten Schule von Norgaardholz zwecks Nutzung für ein „Kochen für Bürger“ einmal im Monat nutzen zu dürfen, angesprochen. Eine Antwort habe es bislang nicht gegeben. Der Bürgermeister sagte zu, den Antrag, der bislang nur mündlich gestellt wurde, in künftige Beratungen aufzunehmen.

Die Bürger wollten wissen, was die Gemeinde zum Erhalt des Wäldchens „Preesterholt“ getan habe. Auch, wenn dieses in der Nachbargemeinde Steinbergkirche liege, „geht uns das trotzdem etwas an“. Vor geraumer Zeit hatte es in Steinberg einen Wegtausch gegeben, der im Zusammenhang mit dem „Preesterholt“ stand. Ein Gemeindevertreter sagte, er hätte nicht gedacht, dass die Verlegung eines Weges derartige Folgen haben könnte.

Und dann ging es einmal mehr um die erste Änderung des Bebauungsplanes „Wochenendhausgebiet Klevelücke“. Dazu informierte Planerin Camilla Grätsch über die Stellungnahmen, die nach einer frühzeitigen Beteiligung der Behörden eingegangen sind. Es geht um eine Überplanung des Bestandes. Alle 27 Grundstücke sind mittlerweile bebaut, so dass darüber zu entscheiden war, welche künftigen Maßnahmen auf den Grundstücken zu beachten sind. Die Landesplanung drängt darauf, die „Kleinteiligkeit“ zu bewahren und forderte „grundstücksbezogene Baufenster“. Das nahmen die Gemeindevertreter zur Kenntnis und beschlossen als nächsten Verfahrensschritt den Entwurf sowie dessen erneute Auslegung.

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