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Maasholm : Streit um Liegeplatz der Feodora II

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeinde Maasholm lehnt den Antrag auf einen Liegeplatz ab. Der Reeder setzt nun auf Eckernförde als Heimathafen.

Vorfreude in Eckernförde, großer Ärger in Maasholm: Der Söruper Reeder Alexander Klein, der ab Mai mit seinem frisch gecharterten Fahrgastschiff „Feodora II“ die Ostsee zwischen Langballigau und Laboe befahren möchte, ist an der Schleimündung nicht willkommen, dafür stehen ihm aber in Eckernförde alle Türen offen – die Zahl der Fahrten dürfte ausgeweitet werden. Der Konflikt in Maasholm habe eine Vorgeschichte, wie Reeder und Kapitän Alexander Klein gestern auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Weil er sich dort 2011 im Gerangel mit einer anderen Reederei „gerade gemacht“ habe, werde ihm dort nun der Stuhl vor die Tür gesetzt. Maasholms Bürgermeister Kay-Uwe Andresen sieht das ganz anders: Der Hafen sei voll, es gebe keinen Platz für die „Feodora II“.

Die Gemeindevertretung Maasholm habe sich „sehr überrascht“ gezeigt von der Ankündigung des Geschäftsführers der in Sörup angesiedelten Nordischen Ausflugsschifffahrts GmbH (NAS), vom 1. Mai bis 17. Oktober mit der „Feodora II“ von Maasholm aus zu den Ostseetörn nach Eckernförde und Laboe zu starten. „Die Gemeindevertretung hat nach eingehender Beratung entschieden, Ihnen keinen Liegeplatz anzubieten“, hat der Maasholmer Bürgermeister Antragsteller Klein am 23. Januar mitgeteilt. Auch die geplante Instandsetzung des 200 Passagiere fassenden Schiffes dürfe er nicht wie beantragt an der Maasholmer Schuhmacherbrücke durchführen. Man habe seit Ende 2013 einen anderen Antrag für einen Liegeplatz vorliegen und es würden in diesem Jahr erstmals sowohl die „Stadt Kappeln“ als auch die beiden Schiffe der Reederei Gerda Müller abwechselnd in Maasholm anlegen, hinzu käme noch die „Wappen von Schleswig“, begründete Andresen die Entscheidung. „Damit sind wir ausreichend frequentiert“, heißt es in dem Ablehnungsschreiben.

Eine Woche nach Erhalt dieser Absage hatte Alexander Klein im Gespräch beim Eckernförder Hafenbetreiber, den Stadtwerken, seinen Fahrplanentwurf 2014 vorgestellt, in dem Maasholm montags bis mittwochs als Ausgangshafen aufgeführt ist. „Wir können nicht nachvollziehen, was Herrn Klein bewogen hat, trotz der klaren Absage der Gemeinde solche Aussagen zu lancieren“, kommentierte Maasholms Bürgermeister Andresen dieses Vorgehen.

Allerdings hatte Reeder Klein schon während des Gesprächs auf „Schwierigkeiten“ in Maasholm hingewiesen, ohne Details zu nennen. Dass die Probleme offenbar unüberbrückbar sind, ist inzwischen auch Klein klar geworden, der sich gestern während der Überführung seines neuen Schiffes von Heiligenhafen nach Langballigau „sehr verärgert“ über das Verhalten der Maasholmer Gemeindevertretung und des Bürgermeisters zeigte. „Das hat ein juristisches Nachspiel.“ Maasholm sei ein Kommunalhafen, der für jeden Nutzer offen sein müsse. Es gebe schließlich eine Hafenbetriebsverordnung, in der das geregelt sei. Maasholm greife durch die Ablehnung unverhohlen „in die freie Marktwirtschaft ein“. Er fühle sich bewusst ausgegrenzt, weil er sich vor drei Jahren einmal gegenüber einer anderen Reederei „gerade gemacht“ habe. „Es geht nur um Befindlichkeiten, um nichts anderes“, wetterte Klein, „die (Maasholmer) wollen nur ihre Ruhe haben.“ Er könne nicht verstehen, wieso dort Platz für drei Schlei-Reedereien, aber nicht für das einzige ostseegängige Schiff sein soll.

Ungeachtet möglicher juristischer Folgen, streicht Klein nach der unmissverständlichen Abfuhr den Maasholmer Hafen aus seinem Angebot. Und er hat bereits reagiert und Eckernförde als Ziel- und Abfahrtshafen stärker ins Visier genommen – streiche Maasholm, setze Eckernförde. War bisher nur eine Abfahrt pro Woche – immer mittwochs um 13.30 Uhr eine fast zweistündige Förde-Rundfahrt auf der Bucht – geplant, möchte Alexander Klein in der Vor- und Nachsaison zwei Abfahrten mehr pro Woche – immer dienstags und mittwochs um 10 Uhr – anbieten, im Juli und August ist eine weitere Abfahrt an jedem Montag geplant. Den genauen Fahrplan wird Klein nach weiteren Gesprächen mit dem Chef der Hafenbetriebe, Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Steffens, bekanntgeben.

Steffens hat auf Anfrage unserer Zeitung bereits seine Zustimmung zur Ausweitung des Engagements signalisiert.

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erstellt am 06.Feb.2014 | 19:25 Uhr

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