Sterup : Straßenausbau – aber kein Radweg

Grünes Licht für die Erweiterung der Kreisstraße zwischen Sterup und Mohrkirch – aber der Bau eines Fahrradweges wurde nicht genehmigt.
Grünes Licht für die Erweiterung der Kreisstraße zwischen Sterup und Mohrkirch – aber der Bau eines Fahrradweges wurde nicht genehmigt.

Es herrscht Freude in Sterup über die Zusage für die K 25 – und Verärgerung, weil die Trasse für Zweiräder nicht berücksichtigt wurde.

shz.de von
24. August 2018, 15:51 Uhr

Sterup | Vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) habe sie die Mitteilung erhalten, dass die Kreisstraße 25 von Sterup über Ahneby nach Mohrkirch ausgebaut werden solle, teilte Sterups Bürgermeisterin Sandra Hansen in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung mit. Vermisst werde allerdings der Bau eines Fahrradweges. Bereits 2005 habe der Kreis dafür Mittel eingeplant, doch jetzt wisse er davon offenbar nichts mehr.

Darauf hin führte Hansen mit ihrem Kollegen Thies Lassen aus Ahneby und dem Landtagsabgeordneten Johannes Callsen ein Krisengespräch. Fazit: Besagter Weg ist aus der Bauplanung „hinten rausgefallen“. Vor diesem Hintergrund wurde die Amtsverwaltung beauftragt, den Kreis um Aufklärung zu ersuchen. Der müsse sich äußern, mahnte Sandra Hansen an.

Wie sie weiter mitteilte, soll es im Herbst in der Gemeinde eine Verkehrsschau geben. Die Bürgermeisterin bat die Gemeindevertreter um Vorschläge, welche Wege zur Begutachtung angemeldet werden sollen. Es wurden Wünsche geäußert, darunter eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der K 103 und im Bereich der Schule.

Während der Einwohnerfragestunde ging es um die Zuwegung zum Ehrenfriedhof. Dies sollte eigentlich schon längst erfolgt sein. Da dies bislang nicht geschehen ist, versprach die Bürgermeisterin, die Sache „anzuschubsen“.

Nach 28-jähriger Tätigkeit in der Gemeindevertretung wurde Dieter Kascheike mit Dank für sein Engagement in den Ruhestand verabschiedet.

Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es um den Abschluss von Verträgen zur Versorgung der Feuerwehren Sterup und Grünholz sowie des Gemeindebüros mit Internet und WLan. Die Gemeindevertreter verständigten sich auf Verträge mit einer Laufzeit von zwei Jahren – bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Breitbandversorgung „steht“.

„Schleswig-Holstein blüht auf“– bei diesem Projekt will Sterup mit dabei sein und mit zur Verfügung gestellten Saaten dafür sorgen, dass es blüht und die Insekten Nahrung finden. Zuvor habe man sich angeschaut worden, wo eine Aussaat optimal wäre, so die Bürgermeisterin, und das sei auf einem Streifen bei der Biogasanlage, beim Feuerwehrhaus in Grünholz und beim Regenrückhaltebecken an der Flensburger Straße der Fall.

Insgesamt belaufen sich die in Frage kommenden Flächen auf 0,3 Hektar. Die Vorschläge fanden die Zustimmung der Gemeindevertreter. Für vorbereitende Arbeiten soll ein Unternehmer beauftragt werden. Die dabei anfallenden Kosten belaufen sich auf 600 Euro. Zur laufenden Pflege gehören nach den Worten von Sandra Hansen ein zweimaliges Mähen im Jahr und das Abtragen des Mähgutes. Das könne so nicht stimmen, monierten einige Gemeindevertreter. Beschlossen wurde das Vorhaben letztlich bei vier Stimmenthaltungen.

Im Namen der Bürgerinitiative „Steruper Bürger“ fragte Gemeindevertreter Johannes Vogt, wie es um öffentliche Toiletten in der Gemeinde bestellt sei, ob es für Neubürger eine Begrüßung und ob es ein Dorffest geben solle. Die Gemeindevertretung beschloss, dass diese Fragen in den entsprechenden Ausschüssen beantwortet werden sollen – wie auch das Angebot der Bürgerinitiative, Geld für „Mitfahrerbänke“ bereitzustellen.

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