Ehemaliges DASA-Gelände : Strand-Wohnpark in Fahrensodde?

Luxuswohnungen sind nicht mehr im Gespräch, aber bis zu 80 Wohneinheiten könnten auf dem städtischen Grundstück entstehen. Der Zugang über den Twedter Strandweg ist problematisch.

shz.de von
30. April 2010, 01:09 Uhr

Flensburg | Die Stadt erneuert ihre Vision eines strandnahen Wohnparks auf dem ehemaligen DASA-Gelände in Fahrensodde. Im Gespräch sind 50 bis 80 Wohneinheiten in "gestaffelten Gebäuden" direkt vor dem hier steil aufragenden Fördehang. Erhalten bleiben sollten oder könnten demnach sowohl die Bootslagerflächen als auch solche Betriebe, die eine wasserbezogene Nutzung haben, wie Segelmacher oder Tauchschule. Geplant ist zudem ein öffentlicher Wanderweg auf einer Promenade in Strandnähe.

Von Luxus-Wohnungen wie noch vor einem Jahr ist jetzt nicht mehr die Rede. Damals waren Vertreter von WiF und SSW sofort auf Konfrontationskurs gegangen, nachdem die Stadt in ihren Planungsunterlagen von Wohnungen im oberen Preissegment geschrieben hatte. Die Kommunalpolitik hat sich mit den aktuellen Planungen noch nicht befasst, weil sie kurzfristig von den Tagesordnungen der zuständigen Ausschüsse genommen worden war.
Problem der Verkehrsanbindung

Jedwede Bebauung und Erschließung von Flächen in Fahrensodde steht jedoch nach wie vor dem Problem der verkehrlichen Anbindung. Einzig der steile und schmale Twedter Strandweg bietet einen Zugang zum gesamten Areal an der Küste; alle Anlieger der beiden Segelvereine, der Kanuklubs, der Marinekameradschaft und Erholung Suchende nutzen diese Straße. Eine frühere Untersuchung habe ergeben, heißt es in der Vorlage, dass er einen Verkehrszuwachs, der sich aus bis zu 80 Wohneinheiten ergeben würde, verkraften kann.
Doch der Twedter Strandweg hat weder Fuß- noch Radweg: Daraus ergibt sich laut Stadt das Erfordernis, bergauf rechtsseitig einen Fußweg anzulegen, der auch von Radfahrern benutzt werden darf. Gleichzeitig könnte man Engstellen anlegen, die nur in einer Richtung von Kraftfahrzeugen passiert werden können. Fußgänger und Radfahrer können überdies Fahrensodde über den Landschaftspark Twedter Mark erreichen, müssen dabei aber eine längere Treppe überwinden.

Fahrensodde entstand auf dem Gelände der ehemaligen Seeflugstation Mürwik, die hier noch zu Kaisers Zeiten errichtet worden war. Das gesamte Gelände wurde 1,60 bis vier Meter über NN mit Bauschutt und Bodenaushub geschaffen. Ein Teil der Hallen stammt noch aus der Entstehungszeit. Die Liegenschaft gehört der Stadt, die hier eigenen Angaben zufolge jedoch rund 100 000 Euro Verlust im Jahr macht. Die Hallen und Bürogebäude werden derzeit von 27 Mietern genutzt, die unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten nachgehen.

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