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Niederdeutsche Bühne Flensburg : Storm mal anders: Das Pole-Poppenspäler-Projekt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Neues Stück am Mittwoch, 18. Oktober, im Studio der Niederdeutschen Bühne

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 06:16 Uhr

Seit drei Jahren arbeitet Jürgen Bethge mit dem Text der Storm-Novelle „Pole Poppenspäler“, hat die Novelle im Kopf. Seine Idee war es, zum 200. Geburtstag des Dichters Theodor Storm eine Storm-Produktion auf die Bühne zu bringen. „Damit rannte er bei mir offene Türen ein“, sagt Regisseur Jörg Schade. Am 18. Oktober um 19.30 Uhr ist Bethge mit dem emotional packenden Ein-mann-Erzähltheater „Pole Poppenspäler“ im Studio der Niederdeutschen Bühne an der Augustastraße zu erleben.

„Storm ist Autor und Chro-nist unseres Sprachbereichs, hat die Küstenstimmung auf-genommen, kennt den Menschenschlag hier“, schwärmt Schade. Mit wenigen Sätzen schaffe er Charaktere. Dabei habe Storm Novellen, keine Bühnenstücke, auch nicht auf Plattdeutsch geschrieben.

Präsentiert wird der für die Bühne gekürzte, in der Ich-Perspektive gehaltene hochdeutsche Originaltext Storms. Die Probe im reduzierten Ambiente – eine Gartenbank ist das ganze Bühnenbild – zeigt, wie eindringlich Bethge den Text zum Erlebnis werden lässt: „Die Bilder entstehen im Kopf. Der Fokus liegt auf der Sprache. Wir wollen Menschen für Storm begeistern“.

Storms Figur des Paul Paulsen sei ein Bürger, der im Marionettentheater das Künstlertum entdecke. „Das ist ein sehr persönliches Ding für mich“, so der Schulleiter Bethge mit seiner Leiden-schaft für die Schauspielerei. Den Zuschauer erwarte Tiefe, Sinnliches, zeitgemäßes Theater. Denn: Der Poppenspäler thematisiert auch die Angst vor dem Fremden und die Vergänglichkeit der Kunst.

Besonders ist auch die Ge-schichte des Poppenspäler-Plakates. Als Bethge den Künstler Ruprecht Leiß frag-te, ob er dessen Puppenspie-lerbild, das seit langem im Elternhaus Bethges hängt, für ein Plakat verwenden dürfe, erbot sich Leiß, eigens für das Stück etwas Neues zu entwerfen. „Erstmal ist es ein hochrangiger Künstler, der unser Plakat entwirft“, so das NDB-Duo Bethge/Schade. Für 6 Euro kann das Blatt an der Studio-Theaterkasse oder im NDB-Büro erworben werden. Weitere Vorstellungen: 26.10., 24.11., 9.12.


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