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Flensburger Tageblatt

21. August 2017 | 04:57 Uhr

Stop für Windkraft-Ausbau

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Wir sind daran interessiert, dass Windräder errichtet werden. Dies darf aber nicht zu Lasten der Gesundheit geschehen“, erklärt Tonderns Bürgermeister Laurids Rudebeck, nachdem der Generalplan für Windkraftanlagen in der Kommune vom Ökonomieausschuss auf Eis gelegt wurde. Die Zwangspause wird sich über einige Jahre erstrecken, bis die Ergebnisse der von der dänischen Gesundheitsministerin Astrid Krag in Auftrag gegebenen Untersuchung vorliegen.

„Nach meinem Kenntnisstand soll die Analyse über den Einfluss der Windmühlen auf die Gesundheit 2015 vorliegen“, sagt Laurids Rudebeck. Der Abschluss der Untersuchung wird für Ende 2015 erwartet. „Die Diskussion im Ökonomieausschuss über die mögliche gesundheitliche Gefährdung gab den Ausschlag dafür, dass ich die Vertagung des Punktes wählte“, so Rudebeck. In der Kommune Tondern sei man immerhin in der Planung nicht so weit fortgeschritten wie zum Beispiel in Hadersleben, gibt Kommunaldirektor Svend Erik Møller zu bedenken. „Wir stoppen, bevor jemand investiert hat.“

Aus der Sicht des Technischen Ausschusses gab der Plan nach dem Einholen zusätzlicher Informationen keinen Anlass für Vorbehalte.

Sechs Bereiche in der Kommune sind für Windparks mit ab drei Windkraftanlagen vorgesehen.

Einen eingeschränkten Beschluss fasste der Gemeinderat Hadersleben zum Ausbau der Windkraft. Der vorläufige Beschluss soll die Ergebnisse nationaler Untersuchungen zu möglichen Gesundheitsgefahren durch Windkrafträder abwartet. Der Beschluss gewährleistet, dass die Investoren ihre Arbeit fortsetzen können, erklärte Gemeinderatsmitglied Uwe Jessen: „Ich freue mich, dass es durch ist. Es ist wichtig, dass wir Wort halten“, sagte Jessen im Hinblick darauf, dass der Windmühlenplan im Frühjahr einstimmig vom Stadtrat verabschiedet worden war.

Bürgermeister Jens Christian Gjesing versprach, Druck auf Regierung und Gesundheitsbehörde auszuüben, damit die Untersuchung so schnell wie möglich abgeschlossen werden kann. Es handele sich lediglich um eine sogenannte kleine Registrierungsuntersuchung. Gjesing versicherte den Nachbarn des Windmühlengebiets, dass ihre Bedenken nicht außer Acht gelassen werden.

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erstellt am 03.Sep.2013 | 08:00 Uhr

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