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Morddrohung nach Hoax-Aktion : Stimmt nicht: Flüchtlinge fordern mehr Geld

vom
Aus der Onlineredaktion

Aggressive Sozialschmarotzer mit südländischem Aussehen stehen auf der Flensburger Exe und fordern mehr Geld. (Stimmt nicht).

Flensburg | Sollten Sie diese Zeilen lesen, sind Sie schon weiter gekommen als andere. Denn vielen genügen oft Überschrift und Foto, um sich ein Urteil zu bilden und Dinge in sozialen Netzwerken als Fakt zu verbreiten. Auf der Flensburger Internet-Seite Beefing.de gibt es nun einen Beitrag, der auf den Angst-Diskurs und die vielen Falschinformationen in der Flüchtlingsfrage abzielt.

Unfassbar !!! Die kriegen doch schon genug ....!!

Posted by Manuela Kulay on  Mittwoch, 21. Oktober 2015

„Flensburger Flüchtlinge fordern mehr Geld!“ heißt der Text, auf dessen Foto vier junge Männer (einer vermummt) in Markenklamotten auf der Flensburger Exe mit einem Banner posieren. „Die ersten Wohncontainer sind noch nicht mal fertig, schon ist es an Dreistigkeit nicht mehr zu übertreffen [...] In Markenklamotten, ausgerüstet mit den allerneuesten Smartphones! Und sie fordern mehr Geld. Und ihr Blick sagt alles: Sie machen Ernst und sind bereit für die Eskalation“, heißt es am Anfang des Textes. Die ohnehin Empörten werden sich über diese Sozialschmarotzer empören, die Headline-Hascher obendrein, manch „Freidenker“ übernimmt den Link in seinen Hetz-Diwan und einigen wird dann doch ein Licht aufgehen.

In der Facebook-Gruppe „Flensbook“ haben die meisten den Braten gerochen. Vielleicht weil der eine oder andere den der Aktivisten das Stadtbild in den letzten Jahren mitgeprägt hat. Es sind nämlich keine Flüchtlinge, sondern bekannte Flensburger. Das Projekt sei eine Demonstration, wie simpel es sei, mit Lügen Stimmungmache zu erzeugen, schreibt Mark Jürgensen. Er ist der Vermummte auf dem Foto und der Mann, der „Flensbook“ betreibt. Sich selbst beschreibt er als „belanglosen Typ, der keinen Bock auf rechten Dünnpfiff hat“. Seine Empfehlung: „Bitte nutzt zukünftig mal Google, ohne jeden rechten Dünnpfiff gleich bei Facebook mit „Gefällt mir“ oder „Teilen“ Buttons zu unterstützen.“ Der Hoax (englisch für eine weit verbreitete Falschmeldung) wurde bislang über 180 Mal bei Facebook geteilt. Die Seite ist derzeit so überlastet, dass viele Aufrufende der „Fehler 500“ erwartet.

Bei manchen kam die Botschaft an der richtigen Stelle an, bei anderen nicht. So hatte es „Flensbook“ am Morgen mit einer anonymen telefonischen Morddrohung zu tun. Weil Jürgensen sich „mit einem perfiden Plan“ auf rechten Seiten eingeschlichen hätte und diese damit „vorgeführt wurde" müsse er mit den Konsequenzen rechnen, so der gewaltbereite Anrufer. Der Unternehmer nimmt es gelassen, Drohungen seien für ihn nichts Neues. „Natürlich ist die Aktion provokant“, sagt er, „aber immer nur freundlich funktioniert eben nicht gegen falsche Fakten und lodernden Fremdenhass“.

ich fürchte auf den einschlägigen Seiten ist man mehrheitlich nicht willens oder  in der Lage den Zusammenhang von Foto und Text auch inhaltlich zu erfassen.

Posted by Anke Timm on  Donnerstag, 22. Oktober 2015

SAUEREI!!!!! WO SOLL DAS NOCH HINFÜHREN??!!!!!!#verarschteuchdochselber#dumpfbackenvorgeführt#hashtagmyasshttp://www.beefing.de/nachrichten/unverschaemt-flensburger-fluechtlinge-fordern-mehr-geld/

Posted by Hooligans Gegen Satzbau on  Donnerstag, 22. Oktober 2015

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von
erstellt am 22.Okt.2015 | 12:12 Uhr

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