zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 08:30 Uhr

Glücksburg : Stichwahl ums Bürgermeisteramt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kristina Franke oder Björn Goos: Die Glücksburger wählen am 6. Oktober ihren hauptamtlichen Verwaltungschef.

Glücksburg | Nach den Überraschungen im Vorwege der Bürgermeisterwahl in Glücksburg war die Spannung zu spüren. Und sie bleibt es auch noch ein wenig. Von den Kandidaten für das Bürgermeisteramt gehen Kristina Franke mit 41,5 Prozent und Björn Goos mit 37,4 Prozent in die Stichwahl. Keiner der beiden konnte mehr als 50 Prozent auf sich vereinen. Sussi-Anne Ruppert (12,0 Prozent) und Simone Kuhlmann (9,1 Prozent) sind aus dem Rennen. Am 6. Oktober entscheiden die Glücksburger in der Stichwahl also zwischen Franke und Goos. Einer von beiden wird ab 2014 die Glücksburger Verwaltung anführen. Dann wieder hauptamtlich.

„Bei vier Kandidaten war die Stichwahl zu erwarten“, bilanzierte Björn Goos nüchtern. Kristina Franke stimmte ihm zu. Kräftig die Werbetrommel für sich rühren möchte die Glücksburgerin aber nicht mehr: „Der Drops ist doch jetzt gelutscht.“ Sussi-Anne Ruppert kommentierte ihre 12,0 Prozent mit der Aussage: „Ich habe es versucht.“ Sie sei schon von dem deutlichen Ergebnis überrascht. Vielleicht sei Glücksburg für große Änderungen noch nicht bereit. „Ich bin froh, dass ich nicht in die Stichwahl muss.“

Nicht nur die vier Bürgermeisterkandidaten und Kommunalpolitiker der Stadt hatten sich im Rathaus eingefunden. Die Landtagsabgeordnete Simone Lange (SPD) kam dazu. Aber auch Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber schaute vorbei. Dem Verwaltungschef ist es egal, welcher Kandidat das Rennen nach der Stichwahl macht. Auch einige Einwohner waren im Saal wie Propst i. R. Johannes Gerber oder Vertreter von Vereinen und Organisationen.

Ende des Jahres läuft der Vertrag von Stadtrat und Glücksburg-Beauftragtem John Witt aus. Dagmar Jonas ist in diesem Jahr noch ehrenamtliche Bürgermeisterin. Sie kann sich das Amt der Bürgervorsteherin künftig gut vorstellen, signalisierte sie weiterhin Einsatzbereitschaft für Glücksburg.

Dem Leuchter im Wahllokal Glücksburg-Bockholm war die Spannung bei der Bürgermeisterwahl letztlich wohl zu groß geworden. Seine Birnen brannten während des Auszählens einfach durch. Die Lampen an der Wand mussten das nötige Licht spenden.

Die Kommunale Strukturreform bescherte Glücksburg 2008 nicht nur die Verwaltungsgemeinschaft mit Flensburg. Das damals gut 6000 Einwohner starke Städtchen hatte sich von seinem hauptamtlichen Bürgermeister John Witt verabschieden müssen. Der durfte – die Grundlage legte Ende 2007 das Verwaltungsgericht in Schleswig – in die neue Funktion des Stadtrats von Flensburg und Glücksburg-Beauftragten gewählt werden, die er seit 2008 ausübt. Die Position des Bürgermeisters wurde ein Ehrenamt, das Dagmar Jonas seitdem verantwortet.

Seit 2012 dürfen Gemeinden mit mindestens 4000 Einwohnern wieder einen hauptamtlichen Amtschef wählen. Die Kommunalverfassung Schleswig-Holstein war dahingehend geändert worden.

 

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen