Versteigerung : Stelen für einen guten Zweck

Charly Domske zeigt eine der Stelen  in seinem Flensburger Atelier.
Charly Domske zeigt eine der Stelen in seinem Flensburger Atelier.

Charly Domske schuf zwei Weihnachtswerke, die zugunsten des Flensburger Katharinen Hospiz' ersteigert werden können.

Avatar_shz von
30. November 2013, 07:42 Uhr

Weihnachten ist nicht nur ein Fest der großen Gefühle. Es ist auch ein Fest zum „Anfassen“, zum „Begreifen“ – von den Geschenken bis zum Tannenbaum-Lametta. Für den Maler, Bildhauer und gelernten Tischler Charly Domske war das eine ideale Voraussetzung, um seine künstlerische Arbeit mit Stelen fortzuentwickeln. Vor mehreren Jahren begann Domske, kleine, zwischen 50 Zentimeter und einem Meter lange viereckige Säulen - farbig und mit reliefartigen Ornamenten - zu gestalten. Jetzt schritt der 66-Jährige, der an der Werkkunstschule Flensburg Bildhauerei und Gestaltung studiert hat, zu einer besonderen Tat. „Ich wollte eine Weihnachtsstele schaffen, die zu den Festtagen aufgehängt wird und nicht nur die Betrachter erfreut, sondern zugleich daran erinnert, dass Kunst kein Selbstzweck ist“, erzählt Domske. So sollen seine beiden Weihnachtsstelen für einen guten Zweck versteigert werden. „Der gesamte Erlös soll dem Flensburger Katharinen Hospiz zugute kommen“, entschied er.

Der freischaffende Künstler hat gerade seinen Zyklus mit großformatigen Gletscherbildern abgeschlossen. Das Haptische reizt ihn besonders. So entstanden viele seiner Werke ebenso wie die Weihnachtsstelen in einer Mischtechnik, bei der Farbpigmente und Marmormehl zum Einsatz kommen. Auf zahlreichen Ausstellungen war Domske seit seiner ersten Werkschau 1987 in Mölln vertreten – von der Nordart in Rendsburg/Büdelsdorf über das städtische Museum in Eckernförde oder die städtische Galerie Rostock bis zu Ausstellungen in Brüssel, Oslo und Berlin. Jetzt hofft er, dass seine beiden Weihnachtsstelen kräftig leuchten. „Dabei meine ich nicht nur die Farben, sondern den Klingelbeutel“, lacht er. Schließlich stoße er mit seinem Werk in eine neue Dimension vor. „Das Dreidimensionale liegt mir. Die vierte Dimension kommt bei diesen Stelen hinzu, nämlich der gute Zweck“, sagt er. Klar, dass er den Korpus seines Kunstwerkes selbst gebaut hat. Massiv und farbenfroh, passt die Stele in jedes Haus oder in jeden Geschäftsraum, wo sie an der Wand befestigt werden kann.

Seit Beginn seiner Arbeit mit den Stelen hat Domske ein knappes Dutzend Werke dieser Art geschaffen. Jede Stele trägt seine Handschrift. „Diese Weihnachten werden besonders schön“, sagt er. Schließlich sei Geben seliger denn Nehmen. Jedes Gebot für die Stelen sei ein Zeichen der Hoffnung. Das tue dem Katharinen Hospiz gut.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen