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Gemeindevertretung : Steinbergkirche braucht Bauland

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ein Erschließungsunternehmen soll nach geeigneten Grundstücken Ausschau halten. Aldi und Edeka wollen ihre Verkaufsflächen vergrößern.

Steinbergkirche | Die Gemeinde Steinbergkirche braucht dringend neue Bauplätze. Bürgermeister Gernot Müller verdeutlichte anlässlich der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung, dass jetzt das letzte Grundstück in der 30 Wohnhäuser umfassenden Siedlung Ostertoft vergeben worden ist. Bereits seit zwei Jahren wird Ausschau nach einer geeigneten Neubaufläche gehalten. „Doch wir haben bisher trotz vieler Gespräche mit landwirtschaftlichen Betriebsinhabern niemanden gefunden, der uns Ackerflächen für ein neues Baugebiet zur Verfügung stellen möchte“, erklärte Müller.

Infolgedessen soll nach dem Willen der Mandatsträger nun ein fachkundiges Erschließungsunternehmen das Projekt in die Hand nehmen und nach erfolgreicher Suche auch die Vermarktung der Bauparzellen übernehmen. Neben dem Hauptkandidaten, der in Gelting so erfolgreichen Alberdorfer TEG Nord, wird nun noch die Bewerbung weitere Anbieter erwartet.

Von besonderer Bedeutung ist für die Gemeindevertretung die Weiterentwicklung des Einkaufszentrums. Die Supermärkte Aldi und Edeka benötigen mehr Raum – jeweils großzügigere Verkaufsflächen, ebenso erweiterte Parkmöglichkeiten für ihre Kunden. Die beiden Märkte wollen sich deshalb auf einem Nebengelände des Steinbergkirchener Wirtschaftszentrums an der Nordstraße ausbreiten – dort, wo früher eine Fabrik als Hähnchenbraterei ansässig war. Für den freiwerdende Ladenbereich von Aldi und Edeka besteht vorrangig die Chance zur Ansiedlung weiterer Geschäfte aus dem Dienstleistungssektor. Wie der Bürgermeister darlegte, hat das zuständige Kieler Ministerium nur noch eine maximale Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern für einen weiteren Supermarkt zugelassen. Damit sollen drohende Überkapazitäten in diesem Versorgungsbereich verhindert werden. Beschlossene Sache ist eine baurechtliche Überplanung des gesamten Bereichs mit dem Einkaufszentrum, denn die Vertretung will die Weichen für die künftige Ortsentwicklung in Steinbergkirche stellen.

Finanziell auf einer soliden Basis steht die Gemeinde, die mit einem Haushaltsvolumen von rund 3,56 Millionen Euro ins nächste Arbeitsjahr starten kann. Die Amtskämmerei sagt einen Überschuss von fast 47  000 Euro voraus. Die Hebesätze für die Realsteuern bleiben mit 310 (Grundsteuer A), 320 (Grundsteuer B) und 350 (Gewerbesteuer) Prozent festgeschrieben. Die wichtigste Investition 2017 betrifft die Aufbringung einer Verschleißdecke auf der neuen Erschließungsstraße in der Siedlung Ostertoft. Dafür müssen 120  000 Euro aufgewendet werden.

Keine Sorgen um den Ist-Bestand ihrer Kameradschaftskassen brauchen sich die Mitglieder der sechs Feuerwehren in Steinbergkirche, Hattlund-Kalleby, Groß Quern, Roikier-Friedrichstal, Neukirchen-Habernis und Gintoft zu machen: Deren aus Behördensicht kommunales „Sondervermögen“ wird nur einmal jährlich von Amts wegen anstandslos zur Kenntnis genommen.

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erstellt am 09.Dez.2016 | 06:30 Uhr

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