Hotels in Flensburg : Steigenberger an der Bahnhofstraße

Fünf Geschosse zur Bahnhofstraße: Das Intercity-Hotel wird das Quartier am Carlisle-Park verändern.
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Fünf Geschosse zur Bahnhofstraße: Das Intercity-Hotel wird das Quartier am Carlisle-Park verändern.

Hotel-Investoren Hansen und Duschkewitz: „Wir sind in der Spur“

shz.de von
25. Juni 2018, 07:40 Uhr

Von den drei aktuellen konkreten Hotel-Planungen ist das an der Bahnhofstraße das jüngste. Ebenso wie das am Rathaus geplante wird es das Quartier, in dem es vorgesehen ist, städtebaulich prägen. Die beiden Flensburger Investoren Ralf Hansen und Jan Duschkewitz haben es für das derzeit unbebaute Areal zwischen der Bahnhofstraße und dem Hang hinauf zur Schleswiger Straße vorgesehen.

Hansen und Duschkewitz, die zusammen seit vielen Jahren quasi im Nebenberuf im Immobiliengeschäft tätig sind, haben nach ihrem Dafürhalten ihre Hausaufgaben gemacht. Das waren vor allem die geologischen Untersuchungen des Bodens und des Hangs. Sie haben einen Experten beauftragt, der schon viele Flensburger Baustellen im Hangbereich begleitet hat. Ergebnis: Man könne gefahrlos auf dem Grundstück bauen, es gebe keine Probleme durch Stauwasser oder Druckwasser. „Wir haben unseren Geologen gebeten, sich mit den Anliegern kurzzuschließen“, so Duschkewitz. Anwohner befürchten, dass die Baumaßnahmen Schäden an ihren Häusern verursachen könnten (wir berichteten).

Und das, so die beiden Flensburger, gelte auch für das Parkhaus. Hansen und Duschkewitz planen nämlich im Doppelpack: Neben das Hotel wollen sie ein Parkhaus mit 320 Plätzen setzen. Letzteres wurde nach starken Bedenken der Anlieger an der Schleswiger Straße gedreht und damit vom Hang entfernt, auch werde auf eine Zufahrt von der Schleswiger Straße verzichtet. Die Eingriffe in den Hangbereich würden so minimiert, es müssten weniger Bäume weichen als zunächst vorgesehen, darunter einige an der Bahnhofstraße, die ohnehin gefällt werden müssten. Es sollen allerdings auch neue Bäume gepflanzt werden.

Das Duo stellt aber auch klar, dass sie nur beide Projekte zusammen umsetzen wollen, um so die erheblichen Planungskosten auf zwei Vorhaben verteilen zu können. Aus dem Rathaus haben sie Signale empfangen, dass die Politik auf einer der ersten Sitzungen nach der Sommerpause über das Projekt entscheiden werde. Bei grünem Licht werde man zwischen November und Januar anfangen zu bauen. Die Pfahlgründung sei weniger aufwendig als zunächst angenommen.

Es gebe allerdings ernstzunehmende Anmerkungen der Forstbehörde. Es müsse geklärt werden, ob diese ein Hemmnis werden könnten. Zudem müssten Fledermäuse umgesiedelt werden, was aber kein Problem sei.

Obwohl das Gelände neben der Bahnhofstraße tiefer liegt, werde es eine Einfahrt auf der Ebene der Straße, sowohl zum Hotel als auch zum Parkhaus bekommen. Das Hotel mit 152 Zimmern werde von der Kette Steigenberger betrieben, erhalte eine eigene Tiefgarage, zwei Konferenzsäle und ein Restaurant. „Externe Gutachter sehen gute Chancen für dieses Hotel“, so Hansen. Das Hauptpost-Gebäude wird renoviert und soll ein neues Dach und eine neue Fassade erhalten.

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