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Zwischen Gas- und Feldstraße : Startschuss für das Stadtteilzentrum

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Werftstraße wird nach Osten verlegt - Voraussetzung für Nahversorgungszentrum zwischen Gas- und Feldstraße. Fertigstellung im Frühjahr 2014.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 07:42 Uhr

Flensburg | Bürgermeister Brüggemann war mit dem Fahrrad gekommen. Wie üblich. Vom Rathaus entlang des Wassers bis zur Werftstraße. Und freute sich, wie gut die Radwegeverbindung in Flensburgs Norden schon funktioniere. Doch er hatte weit Größeres zu verkünden: Mit dem ersten Spatenstich fiel gestern um 13.40 Uhr der Startschuss für das neue Stadtteilzentrum zwischen Gas- und Feldstraße. Endlich.

Die Tatsache, dass es gestern nur strahlende Gesichter gab, ist wenig verwunderlich. Mehr als zehn Jahre dauerte die Planungsphase, "ein schleppender Weg", wie Henning Brüggemann sagte. Investor Sven Kleinschmidt erinnerte gar an eine Planung für das vorgesehene Versorgungszentrum, die bereits 1999 von der Stadt vertraulich vorgestellt worden sei. Es mussten in der Folge allerlei Widrigkeiten aus dem Weg geräumt werden. Die Abstimmung mit der Landesregierung war kompliziert, und schließlich musste die Stadt auch noch die Kröte einer 50-prozentigen Steigerung der Kosten für die Verlegung der Werftstraße gen Osten schlucken. Der Abtrag des kontaminierten Bodens erwies sich als wesentlich kostspieliger als erwartet.

Die Maßnahme wird nun 1,9 Millionen Euro verschlingen, zwei Drittel kommen von Land und Bund, den Rest trägt die Stadt. Ein 300 Meter langer Abschnitt der Werftstraße wird asphaltiert, erhält einen separaten Geh- und Radweg sowie neue Straßenlaternen. Dem Brauereiweg wird in diesem Zuge ebenfalls ein Facelifting auf einer Strecke von 100 Metern zuteil.

Diese Maßnahmen, die im Frühjahr nächsten Jahres abgeschlossen werden sollen, bilden die Grundlage für die Entstehung des Stadtteilzentrums auf dem Gelände der seit Jahren verwaisten Tankstelle an der Gasstraße, mit dem die Neustadt, so Brüggemann, einen sozialen Treffpunkt und ein Mehr an Stadtteilkultur gewinne. "Überdies ist es ein enormer Imagegewinn."

Stellvertretend für die Investorengruppe Neustadt-Markt (Höft, May und Christiansen) sprach Sven Kleinschmidt von einem ganz besonderen Moment. "Unser Unternehmen C. C. Chris tian sen ist seit 1802 an diesem Standort beheimatet", führte er aus. "So liegt es für uns nahe, dass wir uns für dieses Quartier auch stark machen."

Ende 2014 will man den Neustadt-Markt an Aldi und Edeka, die ihren derzeitigen Standort bis dahin verlassen haben, übergeben; darüber hinaus soll das Gebäude des Købmandsgården aufgewertet werden. 174 Parkplätze sollen entstehen. Das Investitionsvolumen liegt bei 7 Millionen Euro. Kleinschmidt erhofft sich durch dieses Dreigestirn eine Magnetwirkung auf dänische Kunden. An die Adresse der Stadt gerichtet, sagte der Investor, das Projekt sei von vielen guten Geistern am Pferdewasser mit Rat und Tat begleitet worden. "Rathausinterne Störfeuer wurden abgearbeitet", bedankte er sich. Flensburg wachse weiter, und so böten sich diesem Quartier beste Entwicklungschancen. Kleinschmidt ist sich sicher: "Leben und Arbeiten werden hier immer attraktiver."

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