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Schleswig-Holstein Musik-Festival Flensburg : Stars geben sich die Klinke in die Hand

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Konzert mit Ulrich Tukur ist schon ausverkauft, Annett Louisan wird vom Kammerorchester begleitet. Daniel Hope kommt.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2015 | 12:27 Uhr

Erst durften die Fans von Ulrich Tukur frohlocken, dann Frust schieben: Der charismatische Sänger und Schauspieler eröffnet am 17. Juli den Reigen der Flensburger Konzerte beim Schleswig-Holstein Musik-Festival in der Halle der Robbe & Berking-Classics. Ein echter Leckerbissen also! Doch ach – nur kurz nach Beginn des Vorverkaufs waren alle Karten weg. Wie das?

Der Chef selbst, SHMF-Intendant Christian Kuhnt, erklärte es bei der Vorstellung der Flensburger Konzerte in der Kanzlei Jensen & Emmerich. Die Mitglieder des Festival-Fördervereins haben traditionell ein Vorkaufsrecht und können sich Karten vor dem allgemeinen Vorverkaufsstart sichern. Offenbar sind Tukur und seine Rhythmus-Boys auch beim eher klassisch orientierten Publikum so populär, dass nahezu alle Karten – 2014 kamen 600 Zuschauer in der Halle unter – im Vorwege über den Tresen gingen.

In seiner bekannt launig-charmanten Art leitete Kuhnt den örtlichen Bezug von Peter Tschaikowsky zu Schleswig-Holstein her. Angeblich hat sich der menschenscheue Russe 1882 eine Woche lang in einem Lübecker Hotel betrunken, nachdem er im Theater bei „Otello“ erkannt worden war. Beim Festival wird es sowohl die bekannten Meisterwerke als auch eher unbekannte Pretiosen des großen Meisters der Romantik zu hören geben.

Im Deutschen Haus zum Beispiel die 5. Sinfonie am 7. August mit dem SH-Festivalorchester. An diesem Abend kommt auch der Festivalsolist des Jahres an die Förde: Martin Grubinger, „ein charismatischer Wirbelwind“, so Kuhnt, ein Musiker, der das Schlagzeug aus den hinteren Reihen des Sinfonieorchesters ins Rampenlicht gerückt hat – und beim SHMF quasi entdeckt wurde.

Doch auch bei den anderen Flensburger Konzerten sind bekannte, ja berühmte Solisten am Start. So gastiert am 1. August Cello-Legende Mischa Maisky im Deutschen Haus, am 27. August spielt Star-Geiger Daniel Hope eine Neukomposition von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“.

Und mit Annett Louisan kommt nach Tukur eine weitere Vertreterin aus dem Pop-Fach nach Flensburg – allerdings ohne Band, sondern mit dem SH Chamber-Orchestra – ein sicher spannendes Experiment.

Nicht zuletzt brach der Intendant eine Lanze für das Deutsche Haus und seine Akustik – und sah sich in guter Gesellschaft mit Alfred Brendel und Wilhelm Furtwängler.

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