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Flüchtlinge in Flensburg : Standort Exe wird aufgegeben: Die Container verschwinden

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ab Juni soll die Fläche wieder für Veranstaltungen und als Parkraum zur Verfügung stehen

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2017 | 12:31 Uhr

Seit einigen Monaten ist die Zahl der Asylbewerber in Flensburg rückläufig. Dies habe dazu geführt, so teilt die Verwaltung in einer Erklärung mit, dass die Stadt die Zahl der bestehenden Unterkünfte bereits reduziert hat, da der Bedarf an Wohnraum für Asylbewerber deutlich unter den vorhandenen räumlichen Kapazitäten liegt. Deshalb wurden insbesondere einige der im Zuge der stark steigenden Flüchtlingszahlen im Herbst 2015 zügig errichteten Unterkünfte bereits ausgemustert. Hierzu zählen die Schlossstraße, die Unterkunft An der Reitbahn, das ehemalige JAW Am Dammhof sowie die Unterkunft in der Travestraße. Ende Mai soll nun auch der Standort auf der Exe aufgegeben werden, der ohnehin nur bis zum Herbst 2017 zur Nutzung vorgesehen war.

Derzeit leben noch 162 Personen in den Wohnmodulen auf der Exe. Diese werden künftig in Unterkünfte in Weiche beziehungsweise in freie Wohnungen im Stadtgebiet umziehen, teilt die Stadt mit. Die Umzüge seien den Bewohnern in diesen Tagen angekündigt worden. Sie werden eng von der Diakonie begleitet, die für die Betreuung der Bewohner auf der Exe zuständig ist.

In einer Informationsveranstaltung, so heißt es weiter, hätten bereits viele Fragen rund um die Umzüge geklärt werden können. Die Module auf der Exe sollen ab Ende Mai vom dänischen Lieferanten zurückgebaut werden, so dass die Exe anschließend wieder für ihre ursprüngliche Nutzung als Veranstaltungsfläche und Parkraum zur Verfügung stehen kann.

Der Abbau von Überkapazitäten bei Unterbringungen für Flüchtlinge ist eine Aufgabe, die derzeit im ganzen Land Schleswig-Holstein ansteht und für die das Land Fördermittel zur Verfügung gestellt hat. Diese sollen nicht nur auf der Exe, sondern auch in der Kanzleistraße für einen Rückbau genutzt werden.

Als nächster Schritt sei vorgesehen, dass die vorhandenen Unterkünfte sukzessive deutlich verkleinert werden. Perspektivisch wird angestrebt, in Flensburg keine Unterkunft mit mehr als 100 Geflüchteten zu belegen.

Der jetzt eingeleitete Rückbau der Flüchtlingsunterkünfte findet in der SPD positive Resonanz: „Diese Maßnahme zeigt, wie hier gleichzeitig professionell und human gearbeitet wird. Die Stadt macht hier mit finanzieller Unterstützung durch das Land eine sehr gute Arbeit,“ freut sich SPD-Landtagskandidat Heiner Dunckel in einer ersten Stellungnahme: „Gemeinsam mit den Trägern der Einrichtungen wird mit großer Verantwortung im Sinne der betroffenen Menschen gehandelt.“

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