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Tipps der Diako Flensburg : Stand-Up-Paddling ist gut für den Rücken

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Trendsportarten – was sie für die Gesundheit bringen und welche Risiken sie bergen

Gesundheit im Sommer – kein großes Thema in der aktuellen Wetterlage, aber rasant steigende Temperaturen und abrupte Wechsel der Wetterlagen können empfindliche Menschen in Schwierigkeiten bringen. Und auch Sportarten, die vor allem im Sommer praktiziert werden, bringen Medizinern viele Behandlungsfälle. Die Fachleute des Diakonissenkrankenhauses geben Hinweise für einen gesunden Sommer.

„An den Stränden rund um Flensburg kann man beobachten, dass insbesondere Kitesurfing, Beachvolleyball und Stand-Up-Paddling (SUP) sich immer mehr durchsetzen. Sie sind im Sommer beliebte Sportarten und überall zu sehen“, berichtet Dr. med. Thorsten Lange, Chefarzt der Orthopädie, Sport- und Unfallklinik der Diako Flensburg.

Das Stand-Up-Paddling (SUP) eignet sich für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und auch für Menschen im Seniorenalter, für Könner und Anfänger. Es erfordert einen sicheren Stand, Ausdauer und ist ein besonders gutes Training für die Tiefenmuskulatur, insbesondere an der Wirbelsäule und eine gute Vorbeugung gegen Rückenschmerzen. Auch wenn es selbstverständlich klingt: „Gute Schwimmkenntnisse sind unbedingt erforderlich“, erklärt Dr. Lange. Im Übrigen könne man aber auch auf dem Trocknen die Tiefenmuskulatur auf einem wackeligen Brett gut trainieren, die hohe Muskelaktivität stärkt bei Osteoporose auch die Knochen. Und die Sturzsicherheit wird verbessert. Sogar Arthrosebeschwerden an den Gelenken und Rückenschmerzen könnten so verringert werden, sagt der Experte. „Die Verletzungs- und Überlastungsrisiken sind beim SUP relativ gering.“ Im Sommer sei Sonnenschutz mit hohem Schutzfaktor zu verwenden.

„Professionelle Kitesurfer fahren mit einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern, springen bis zu 30 Meter in die Höhe und können dabei bis zu 20 Sekunden in der Luft bleiben“, erläutert der Sportmediziner. „Die Sportart ist in allen körperlichen Funktionen sehr anspruchsvoll. Sie erfordert insbesondere Muskelkraft in den Armen, der Rumpfmuskulatur und der Oberschenkelmuskulatur.“ Zudem brauche dieser Sport eine hohe Reaktionsfähigkeit. „Verletzungen sehen wir vor allem nach missglückten Landungen an Fuß, Sprunggelenk, Kopf, Brustkorb oder auch an der Wirbelsäule. Überlastungsschäden kommen an der Lendenwirbelsäule, am Ellenbogen sowie im Kniegelenk vor.“ Diese Sportart sei daher nur gut trainierten Menschen zu empfehlen, so Dr. Lange.

Beim Beachvolleyball kommt es vor allem auf die Sprung- und Ausdauerfähigkeit an. Wirbelsäule und Schultern müssen oft aus extremen Positionen maximale Leistung erbringen, Kraft und Koordination von Schulter und Rücken sollte sehr gut ausgebildet sein. „Im Vergleich zum Indoor-Volleyball kommt es beim Beachvolleyball häufiger zu Verletzungen der Schulter und seltener zu Verletzungen des oberen Sprunggelenkes als in der Halle. Akute Verletzungen betreffen das Knie, das obere Sprunggelenk und die Finger. Bei den Überlastungsschäden ist die untere Lendenwirbelsäule häufig betroffen, dann Knie und Schulter.“ Der Experte empfiehlt Orthesen und Tape-Verbände, die am oberen Sprunggelenk wiederholten Verletzungen sinnvoll vorbeugen könnten, auch das Tapen der Fingergelenke sei eine gute Verletzungsprävention. 

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