zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

24. August 2017 | 09:01 Uhr

Stand by

vom

Er hat die Stadt vermarktet, sich selbst und schließlich seinen Privatwagen. Letzteres wurde dem forschen Finn Jensen zum Verhängnis. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Jetzt steht Flensburg ohne touristischen Kopf da, die Gesellschafter des Flensburg Fjord Tourismus zerbrechen sich denselben, wer denn nun die Nachfolge antreten könne - ohne befürchten zu müssen, dass der Neue strafrechtlich in Erscheinung tritt. Darüber hinaus muss der Aufsichtsrat als Kontrollgremium der Geschäftsführung sich fragen lassen, wie das Ganze vor den eigenen Nase passieren konnte. Hat da jemand beide Augen zugedrückt? Und warum entscheidet der (sich als obsolet gebärdende) Aufsichtsrat gegen die Gesellschafterversammlung, die ihrerseits für die Besetzung dieses Gremiums zuständig ist? Ein Kuriosum, das nach Antwort verlangt.

Eine Ausschreibung wird nunmehr erwogen, und das zu erwartende Procedere lässt eine Entscheidung erst dann erwarten, wenn die Urlaubszeit schon in ferner Vergangenheit liegt.

Meine Herren, so geht das nicht! Touristen tummeln sich zu Tausenden an der Förde, das muss kanalisiert und koordiniert werden, bevor es aus dem Ruder läuft. Und überhaupt: Wer soll denn die jährlich 200 000 Übernachtungen abwickeln?

Nein, Flensburg braucht eine schnelle Lösung - und sie liegt so nah. Die Allzweckwaffe der Stadtwerke muss unverzüglich zum Einsatz kommen. Ihr Name: Render, Maik Render.

Nachdem der Geschäftsführer des Energieversorgers von einem Tag auf den anderen von der Stadt als Ass aus dem Ärmel geschüttelt wurde, nun auch erfolgreich die Geschicke des Technischen Betriebszentrums lenkt und keine Zeichen der Überforderung zu erkennen gibt, ist für den erst 43-Jährigen doch wohl locker ein weiterer Job drin.

Render wird es richten - auf den Mann ist Verlass. Auf dem Weg von der Batterie- zur Schleswiger Straße kann er mit seinem Oldtimer-Porsche kurzerhand einen Stopp bei der Tourist-Info an der Roten Straße einlegen - auch wenn es ihm (genauso wie vielen Urlaubern) schwer fallen wird, die Adresse ausfindig zu machen. Vielleicht werden die Mitarbeiter dort den einen oder anderen flotten Spruch vermissen, aber wir haben ja gesehen, wohin das führt.

Sollte der Multitasking-Mann dann immer noch nicht ausgelastet sein, werden sich mit Sicherheit weitere Aufgaben für ihn finden. Bei der Sparkasse soll es ja ab und zu einen Wechsel an der Spitze geben, und auch ein Oberbürgermeister kann mal krank werden. Gut zu wissen, wenn da jemand stand by steht.

Render, übernehmen Sie!

zur Startseite

von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen