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Flensburger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 15:01 Uhr

Stählerner Dank an die Wirtschaft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nicht zu übersehen sind die fünf Buchstaben aus Stahl, mit denen FH und Uni die Unterstützung durch regionale Firmen würdigen

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2015 | 19:11 Uhr

Eitel Sonnenschein auf dem Campus, ein Tag wie gemacht zum Danke sagen: Zwar stehen die stählernen Buchstaben „D–A–N–K–E“ schon seit dem Ende des Vorjahres zwischen Audimax und Mensa, doch offiziell eingeweiht wurde der Schriftzug mit den wichtigsten Akteuren gestern.

Er dient als Zeichen der Dankbarkeit der beiden Flensburger Hochschulen für die Unterstützung durch die regionale Wirtschaft. In Zahlen: Bislang 850  000 Euro habe der Hochschulförderfonds zusammen mit der Petersen-Stiftung der Europa-Universität und der Fachhochschule zur Verfügung gestellt, erinnert Peter Michael Stein, Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg. Mit den Hochschulen seien Aktivitäten definiert worden, um die Wirtschaftswissenschaften zu stärken, sagt Stein und nennt beispielhaft bleibende Ergebnisse wie die Etablierung des Jackstädt-Zentrums, den Ausbau der Bibliothek und die Einrichtung des Career-Service.

Sparvorschläge der damaligen Landesregierung bedrohten die Existenz der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge der Uni im Jahr 2010. Die Flensburger Wirtschaft gründete daraufhin im Mai 2012 den Hochschulfonds. Dass die Hilfe hiesiger Unternehmen die Studiengänge gerettet hat, darauf blickt Uni-Präsident Werner Reinhart zurück: „Ohne die Unterstützung innerhalb der Region wäre das mit Sicherheit nicht so gekommen.“ Als „erfreuliches Nebenprodukt“ bezeichnet der Uni-Präsident die „neue Phase der Kooperation“ der Wirtschaftswissenschaften beider Hochschulen.

Vor dem Hintergrund der Gefahr für die Studiengänge sei es seinerzeit etwas leichter gewesen, die regionale Wirtschaft an einen Tisch zu bringen, erinnert sich IHK-Präsident Uwe Möser, der auch Beiratsvorsitzender des Hochschulförderfonds ist. Schon im Mai 2010 habe man sich in einem Papier für die „Stärkung statt Abbau“ ausgesprochen. „Das hat sich gelohnt“, resümiert Möser den Zusammenschluss und lobt den Hochschulstandort Flensburg: „Die Entwicklung der Studierendenzahlen und der beiden Hochschulen geben uns Recht.“ Der Wissenstransfer, der von Uni und FH ausgehe, sei für die Unternehmen „ausgesprochen wichtig“. Als Förderer hebt der Beiratsvorsitzende des Hochschulförderfonds insbesondere Jackstädt-Stiftung, Petersen-Stiftung und Presse-Stiftung hervor.

Nach Angaben der Pressestelle befinden sich derzeit 840 Studierende in den Management-Studiengängen der Uni und rund 1400 Wirtschaftsstudierende an der Fachhochschule.

Präsident Holger Watter verdeutlicht mit seiner englischen Übersetzung der FH als University of Applied Sciences (angewandte Wissenschaften) die Nähe zur Praxis.

Man habe sich viele Gedanken gemacht, ob die Würdigung der Förderer mit einer Plakette oder etwas anderem erfolgen soll, berichtet FH-Kanzlerin Sabine Christiansen. Nach Zeichnungen von Medieninformatikern der Fachhochschule habe schließlich eine Flensburger Firma das Vorhaben umgesetzt, weiß Christiansen.

Nicht hübsch, aber auffällig steht das stählerne Danke, das in den letzten Wochen eine rostige Patina angesetzt hat, nun bewusst an einem Ort auf dem Campus, der Schnittstelle beider Hochschulen ist. Und den Rost brauchte der Schriftzug, findet Kanzlerin Christiansen.

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