Serie: Stadtteile in Flensburg : Stadtteil ohne Problemdruck

Typisch Engelsby: Die Kauslundlücke mit Einfamilienhäusern aus den 90er Jahren.
1 von 3
Typisch Engelsby: Die Kauslundlücke mit Einfamilienhäusern aus den 90er Jahren.

Engelsby entwickelt sich langsam weiter / Keine Projekte mit Streitpotenzial in Aussicht

shz.de von
04. Januar 2018, 08:27 Uhr

Seit drei Jahren sind die Stadtteilforen in Flensburg politische Vertretungen der Quartiere. Seit letztem Jahr engagiert sich in jedem Stadtteil mindestens ein Forum. Grund genug für das Tageblatt, zum Jahresbeginn Bilanz zu ziehen und zu fragen, wo im Stadtteil der Schuh drückt. Heute: Engelsby.

Der Stadtteil Engelsby hat von 2013 bis 2016 leicht an Einwohnern verloren. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt dabei und liegt etwas über dem Flensburger Durchschnitt. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen geht leicht zurück, liegt aber immer noch etwas höher als in der Gesamtstadt. Engelsby ist der Stadtteil der „Best Ager“: Der Anteil der 45- bis 65-Jährigen ist hier mit 30,9 Prozent deutlich höher als in allen Stadtteilen zusammen (26,2 Prozent). Für das Bürgerforum Engelsby beantwortet Sebastian Hauck die Fragen der Redaktion.

Wie würden Sie das Besondere an Ihrem Stadtteil  beschreiben?
Kontinuierlich gute und ruhige Lage. Derzeit besteht seitens der Bürgerinnen und Bürger kein akuter Handlungsbedarf. Ein jährlich wiederkehrendes Erfolgserlebnis ist das Engelsby-Fest.

Auf welchem Gebiet hat sich im Stadtteil im Jahr 2017 etwas bewegt?
Der geplante Reihenhaus-Neubau zwischen Engelsbyer Straße und Osttangente ist erfreulich und wird von uns ausdrücklich begrüßt. Mit dem Glasfaserausbau wurde frühzeitig eine wichtige Grundlage für die zunehmende Digitalisierung gelegt.

Was ist dagegen das größte Thema, das 2017 im Stadtteil liegengeblieben ist?
Aus unserer Sicht ist im Wesentlichen das Thema Verkehr. Diese Problematik betrifft Linksabbieger von der Merkurstraße auf die B 199. Der Gegenverkehr aus dem Schottweg muss abgewartet werden. Oftmals wird dieser verdeckt durch Linksabbieger vom Schottweg kommend auf die B 199 Richtung Kappeln. Unserer Meinung nach könnte eine abgeänderte Ampelregelung Abhilfe schaffen. Ergänzend sollte wieder über den Ausbau der Radwege im Stadtteil gesprochen werden.

Wie soll es mit diesem Thema weitergehen und wie könnte es vorankommen?
Wir werden uns weiterhin für die Themen stark machen und diese bei unseren Ansprechpartnern im Rathaus platzieren.

Welches weitere Thema wollen Sie 2018 anpacken?
Wir werden uns bemühen, die liegen gebliebenen Themen aus 2017 aufzuarbeiten. Darüber hinaus beobachten wir die bauliche Entwicklung zwischen Engelsbyer Straße und Osttangente aufmerksam.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Kontakt zwischen Forum und Rathaus?
Der Kontakt mit dem Rathaus ist sehr gut.

Wie beurteilen Sie das erste Amtsjahr der Oberbürgermeisterin mit Blick auf den Einsatz für Ihren Stadtteil?
Wir erleben eine motivierte und engagierte Oberbürgermeisterin.

Was wünscht sich Ihr Stadtteilforum von der neuen Flensburger Ratsversammlung, die im Frühjahr gewählt wird?
Wir wünschen uns eine Ratsversammlung, die parteiübergreifend konstruktiv diskutiert, um Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zu erarbeiten.

Welches Thema in Ihrem Stadtteil hätte mehr Aufmerksamkeit verdient?
Nach unserer Meinung erhält der Stadtteil derzeit ausreichend Aufmerksamkeit. Engagierte Bürger sind eingeladen, den Kreis unserer Mitglieder zu erweitern und Themen beizusteuern.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen