Offensive : Stadtmarketing macht mobil

Bauen auf die Web-App: (von rechts) Ulf v. Finthel, Stefan Thurner (Stadtmarketing), Malte Gräve, Petra Vogt (IHK), Alexander Ohms und Timo Klass (Agentur Hochzwei).
Bauen auf die Web-App: (von rechts) Ulf v. Finthel, Stefan Thurner (Stadtmarketing), Malte Gräve, Petra Vogt (IHK), Alexander Ohms und Timo Klass (Agentur Hochzwei).

Neuer elektronischer Einkaufsführer – Schulterschluss von IHK und Innenstadt-Kaufleuten zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

shz.de von
30. Mai 2015, 07:43 Uhr

Die Innenstadt-Kaufleute starten eine neue Offensive gegen die wachsende Konkurrenz auf der grünen Wiese. Denn nicht erst seit gestern schrillen bei ihnen die Alarmglocken. Der Citti-Park ist um 8000 auf 22  000 Quadratmeter vergrößert worden, der Fördepark will für 20 Millionen Euro bis 2017 um 4500 Quadratmeter expandieren. Das Wachstumspotenzial in der Innenstadt mit 89  000 Quadratmetern Verkaufsfläche dagegen ist begrenzt. So geht man andere Wege, um den Einkaufszentren langfristig Paroli bieten zu können.

Anfang Januar letzten Jahres gab die Ratsversammlung den Startschuss für das Pact-II-Projekt, das zum Ziel hat, die Wettbewerbsfähigkeit der Innenstadt zu steigern. Vier Arbeitskreise beschäftigen sich seitdem mit Themen wie einem effektiven Standortmarketing mit Blick auf Skandinavien über verkaufsoffene Sonntage bis hin zur Weihnachtsbeleuchtung. Ein Schwerpunkt der Marketingmaßnahmen, die von den Eigentümern an Holm, Großer Straße und Unterer Angelburger Straße finanziert werden, lag auf der Entwicklung einer mobilen Website. „Ein Ergebnis harter Arbeit“, wie gestern Stefan Thurner und Ulf von Finthel bei der Vorstellung des mobilen Einkaufsführers betonten. Die Web-App kann über die Seite flensburg-shopping.de mühelos auf den Bildschirm gezogen werden und soll so eine praktische Orientierungshilfe bieten. Mit einem Klick erhält man alle Informationen zum Thema Parken: Adressen mit integrierter Karte und Öffnungszeiten, eine Shopping-Rubrik umfasst darüber hinaus derzeit 200 Anbieter.

Dazu gibt es Hinweise auf gastronomische Angebote, Ärzte und Apotheken sowie Links zu den touristischen Highlights der Stadt. „Das mobile Portal zeigt unseren Kunden, was Flensburg ist und was Flensburg kann“, sagt Ulf von Finthel, „es bildet die Innenstadt in seiner ganzen Breite und Tiefe seiner Sortimente ab.“ Das Projekt erfährt die ausdrückliche Unterstützung der IHK, deren stellvertretender Hauptgeschäftsführer Ulrich Spitzer das vorgestellte Nutzungskonzept des Förde-Parks mit seinen weit reichenden Folgen für den Einzelhandel der Innenstadt bereits kritisiert hatte.

Der mobile Einkaufsführer soll besonders auswärtige Besucher bei einem Stadtbummel ansprechen; er erkennt beispielsweise, ob er von einem dänischen oder deutschen Handy angewählt wird und steht dann automatisch unter der entsprechenden Sprache zur Verfügung. Eine englischsprachige Version ist in Vorbereitung.

Die teilnehmenden Geschäfte aus dem Pact-2-Region seien, heißt es, „aktiv beworben“ worden. Aber auch Händler etwa aus der Norder- oder Roten Straße dürfen teilnehmen. Kostenlos. Sie müssen sich nur noch anmelden.



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