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Handels- und Gewerbeverein Glücksburg : Stadtfest kommt gut an

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rund 25 Glücksburger Vereine und Verbände gestalten unter Federführung des HGV ein Fest für sich und ihre Gäste. Sponsoren fördern das bunte Programm im Schlosspark.

shz.de von
erstellt am 31.Aug.2015 | 10:32 Uhr

Hüpfburgen sind der Dauerbrenner. Während die jüngsten Besucher des Stadtfestes in Glücksburg toben, stehen die Eltern klönend daneben oder sitzen zum Schwatz auf der Kante der Spielobjekte. „Schön, dass die Angebote kostenlos sind“, sagt Katrin Kroll. Dann spende man gerne. Die Harrisleerin ist mit ihrer dreijährigen Tochter nach Glücksburg in den Schlosspark gekommen. Leni hat ihre ersten Hüpftouren hinter sich und ist begeistert. Nur Unterhaltungskünstler Knut ist ihr mit seinen Luftballontricks ein wenig suspekt.

Bei anderen Kindern kommt der Mann mit dem hohen Hut sofort an. Mit vielen Erklärungen zaubert er aus einem schlaffen Gummifaden mit Einführstutzen und Schwänzchen nach wenigen Tricks eine Luftballonwurst. „Geil“, ruft ein Junge. Alles lacht.

Es ist nicht nur ein Kommen und Gehen auf den Wiesen am Schlossteich. Die Paare und Familien verweilen, rasten an den Picknick- und Stehtischen, vergnügen sich beim Wissensrätsel der Büchereifreunde, probieren das Rodeoreiten und Laserschießen aus, basteln in Obhut der Kindergärten Ketten, erfahren Historisches am Stand des Verschönerungsvereins oder informieren sich über Zweck und Nutzung der Biotonne.

Etliche nutzen die Gelegenheit und lassen sich mit Pferdestärken gemächlich an das Festgelände heranfahren. Der Touristikverein bietet diesen Kutschtransfer an. Vom Hintereingang aus gelangen die Gäste an der Orangerie vorbei in den Park. In der Orangerie eröffnen Mitglieder des Bridge-Vereins um Dagmar Jensen das Spiel. Nebenan zeigt Elvi Friedrichsen mit einer Kollegin Töpfereien, nur eines der zahlreichen Angebote der Volkshochschule Glücksburg. Für die ist auch Ursula Raddatz unterwegs. Die Referentin historischer Themen wandelt in einem selbstgenähten Kleid wie um 1890. Ihr zur Seite Anne Lössl in einem Renaissance-Gewand.

Die Stimmung ist heiter, gelassen schlendern die Menschen von Stand zu Stand. „Es ist enorm viel auf die Beine gestellt worden“ lobt Christa Köhler. Die Glücksburgerin ist zufrieden, überlegt aber gerade, ob man das „Mittelalter“ mit allem genügend erreicht.

Nach der Begrüßung am Sonnabend, bei der auch Elisabeth Prinzessin zu Ysenburg und Büdingen zugegen ist, eröffnet das Trio um Doris Möller (VHS) das Bühnenprogramm mit Emotional Dance. Am Sonntag ist mit der Trommelgruppe Kiboko von Regina Böhm die VHS erneut am Start. Mit den Händen schickt sie afrikanische Trommelrhythmen über den Platz. Da sind die Pop- und Jazz-Klänge der Flensburger Stadtbläser um Ivo Igaunis (Musikschule Flensburg) längst verklungen.

Für viel Aufsehen sorgen die Freiwillige Feuerwehr, die DLRG und das DRK mit ihren Rettungsübungen vor dem Rathaus und auf dem Schlossteich. Jeder der Rettungsschritte wird versiert erklärt.

An beiden Tagen führt Kai-Uwe Fleischer von der Eventagentur im Schlosshof durchs Programm. Die Federführung des Stadtfestes hält eine Organisationsgruppe um Ulrich Starke vom Handels- und Gewerbeverein in den Händen. Insgesamt beteiligen sich mehr als 20 Glücksburger Vereine mit Aktionen und Präsentationen an dem Festwochenende. Acts wie der Clowneske von Rosina und Rosa Li sind engagiert.

Starke wirkt am Sonntag gelöst. Der Sonnabend sei mit geschätzt 1500 Besuchern reibungslos verlaufen. Die Party abends hätten bestimmt 300 Gäste besucht. Auf der Tanzfläche trafen sich die Generationen. Alles in allem investiert der HGV 30  000 Euro in das Fest, dass die Glücksburger für sich und andere gestaltet haben. Sponsoren unterstützen mit Summen und Sachen. Wenn 10  000 bis 12  000 Euro hereinkämen sei das okay, sagt der Vereinsvorsitzende. Doch erst einmal wird nach dem Fest resümiert. Dazu sehen sich die Organisatoren spätestens im Oktober wieder. Gedanklich ist Starke schon weiter: „Vielleicht wird das nächste Fest ja eine Gewerbeschau.“

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