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Harniskai : Stadt Flensburg: Keine Gefahrenhunde am Ballastkai

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Hunde am Harniskai haben Passanten gebissen. Das sei Ergebnis eines hundetypischen Revierverhaltens.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2016 | 15:03 Uhr

Flensburg | Es hatte für Angst und Schrecken gesorgt, das mittelgroße Hunderudel, das am Harniskai unbeaufsichtigt in drei Fällen Passanten angriff. Nach der Polizei, die Anzeigen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen hat, ist jetzt auch die Ordnungsbehörde tätig geworden. Offiziell und inoffiziell.

Nach der Räumung des Kulturzentrums „Luftschlossfabrik“ an der Harniskaispitze sind von dort ehemalige Besetzer an den Ballastkai umgesiedelt. Auf dem Grundstück an der Europawiese werden sie von der Stadt geduldet. Die Standortsuche nach einem neuen Platz für die Bauwagen läuft.

Inoffiziell gab es nach Angaben von Verwaltungssprecherin Asta Simon am Wochenende eine – folgenlose – Begehung des mit Duldung der Verwaltung von den ehemaligen Bewohnern der Luftschlossfabrik besiedelten Geländes an der Europawiese. Offiziell wurden den Bewohnern Schreiben mit klaren Ansagen überreicht. Das Ordnungsamt wies darin nochmals eindringlich auf die Pflicht von Hundehaltern hin, für ein konfliktfreies Miteinander von Passanten und Vierbeinern zu sorgen. Eben das hatte nicht funktioniert, als binnen einer Woche bei drei Menschen Blut aus Bisswunden floss.

Die Verwaltung teilt die Einschätzung der Handewitter „Hundeflüsterin“ Sigrid Göbel. Nach deren Einschätzung waren die Bissattacken Ergebnis des hundetypischen Revierverhaltens, das eintritt, wenn Halter ihre Hunde sich selbst überlassen. Von Gefahrenhunden im Sinne des Gesetzes“, so Asta Simon, könne man bei den Tieren dennoch nicht sprechen. Man gehe davon aus, dass die Halter ihrer Aufsichtspflicht künftig nachkommen und es keine weiteren Zwischenfälle mehr gibt.

Diese Erwartung wurde flankiert durch ein Schreiben Michael Draegers aus dem Fachbereich Immobilien, in dem der Fachbereichsleiter darauf hinwies, das die von der Stadt ausgesprochene Duldung der Bauwagen jederzeit widerrufen werden könne, wenn aus der Hundehaltung dort weiterhin eine Gefährdung der Öffentlichkeit resultiere.

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