Keine Erweiterung an der Friesischen Straße : Stadt bremst Lidls Wachstumswünsche

Die Öffnungszeiten wachsen, die Verkaufsfläche nicht: Der Planungsausschuss hat die gewünschte Vergrößerung jetzt abgelehnt. Foto: Michael staudt
Die Öffnungszeiten wachsen, die Verkaufsfläche nicht: Der Planungsausschuss hat die gewünschte Vergrößerung jetzt abgelehnt. Foto: Michael staudt

Markt an der Friesischen Straße darf nicht erweitert werden

shz.de von
30. November 2012, 06:09 Uhr

Flensburg | Es bleibt bei 700 Quadratmetern. Der Planungsausschuss hat den Wunsch der Discounter-Kette Lidl nach einer Vergrößerung seines Ladens an der Friesischen Straße abgelehnt. Eine knappe Mehrheit von nur einer Stimme sprach sich für die Beibehaltung des Status Quo und gegen eine Ausweitung der Lidl-Verkaufsfläche aus.

Dabei kam es zu ungewöhnlichen Bündnissen. SSW und Grüne sprachen sich dafür aus, dem Wunsch des Discounters zu entsprechen, während SPD, CDU und Akopol gemeinsam dagegen waren. Er habe eine "hundertprozentige Übereinstimmung mit der Position der CDU", sagte Akopol-Vertreter Jörg Pepmeyer zur Erheiterung des Ausschusses, wohl wissend, dass dies nicht häufig der Fall ist.

Der Lidl-Markt ist schon ein paar Jahre alt, und bei Discountern geht der Trend bei Neubauten klar in Richtung 1100 Quadratmetern und mehr. Auf der anderen Straßenseite ist vor wenigen Jahren ein Aldi-Markt in dieser Größenordnung entstanden. Beim SSW herrschte deshalb der Tenor vor, dass man dem einen nicht verweigern könne, was man dem anderen erlaube.

Auch über den Back-Shop, den Lidl auf der vergrößerten Fläche installieren möchte, wurde gestritten. Es gebe zwar schon mehrere in der näheren Umgebung, räumte Stefan Thomsen (Grüne) ein, doch das sei kein Grund, Lidl einen weiteren zu verwehren.

Kurt Neumann (CDU) hob auf einen ganz anderen Aspekt ab. Er wedelte mit einem Werbeprospekt und verwies auf all die Sonderartikel aus dem Non-Food-Bereich. "Das ist alles Innenstadt-relevant", so Neumann. Will sagen: Hier machen die Discounter am Stadtrand den Fachgeschäften in der City Konkurrenz. Es ist jedoch politischer Wille, die Innenstadt im Wettbewerb mit den großen Zentren zu schützen und zu stärken.

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