Glücksburg : Stadt baut neue Kita

Wo sich heute noch ein Spielplatz befindet, soll in Glücksburg eine Kita mit drei Gruppenräumen entstehen.
Wo sich heute noch ein Spielplatz befindet, soll in Glücksburg eine Kita mit drei Gruppenräumen entstehen.

Glücksburg plant die Investition von 1,5 Millionen Euro in ein Gebäude mit drei Gruppenräumen. Die Fertigstellung wird nicht vor Herbst 2019 erwartet.

shz.de von
29. Juni 2018, 12:00 Uhr

Glücksburg | Als Bauherr ist die Stadt Glücksburg wegen ihrer hohen Verschuldung zuletzt selten in Erscheinung getreten. Doch nun plant sie für 1,5 Millionen Euro den Neubau eines Kindergartens. Die demographische Entwicklung erfordere es, so Annika Jürgensen aus der Kulturverwaltung. „Ich gehe von einem aktuellen Bedarf von 20 bis 30 Plätzen aus.“ Aus bestehenden und anstehenden Baugebieten erwartet sie weiteren Bedarf. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, für Kinder ab dem ersten Geburtstag bis zum Schulalter einen Kindergartenplatz bereitzustellen. Andernfalls muss sie einen Kostenausgleich leisten.

Bei der Suche nach einem geeigneten Platz für den neuen Kindergarten stellte sich heraus, dass ein Neubau auf stadteigenem Gelände die beste Variante ist. Das Grundstück liegt am Ulstruper Weg 15, wo sich derzeit ein öffentlicher Spielplatz befindet. Der genaue Förderzuschuss steht noch nicht fest, nach Antragstellung war aber von rund 700 000 Euro die Rede.

Architekt Stephan Weigang rechnet mit der Fertigstellung nicht vor Herbst des kommenden Jahres. Auf einer Sitzung des Bauausschusses zeigte er erste Entwürfe. Das zweigeschossige Flachdach-Gebäude hat einen L-förmigen Grundriss bei maximalen Außenmaßen von rund 25 mal 20 Metern. Ein Staffelgeschoss sei notwendig, um das geforderte Raumprogramm unterzubringen. Das Grundstück misst 1240 Quadratmeter und soll einen öffentlichen Spielplatz behalten. Gefordert wird außerdem ein Büro, ein Mehrzweckraum und ein Einzeltherapieraum. Im Erdgeschoss befinden sich alle drei Gruppenräume: zwei 36 Quadratmeter große Räume für die unter Dreijährigen und ein 55 Quadratmeter großer Raum für 20 ältere Kinder. Der Flur soll zum Spielen genutzt werden können. Im Obergeschoss gibt es eine 50 Quadratmeter große Terrasse. Große Fensterflächen sollen viel Licht bringen.

Die Sitzungsteilnehmer fanden das Angebot ansprechend und erteilten dem Architekten den Auftrag, den Bauantrag fertigzustellen. Baubeginn soll Anfang 2019 sein.

Die Stadt hatte auch Kontakt zu Betreibern von Kindergärten aufgenommen, die Lösungen durch kurzfristig aufstellbare Container anboten. Hierfür fand sich jedoch keine Mehrheit im Ausschuss.

Ein Betreiber für den Kindergarten stehe noch nicht fest, teilte Annika Jürgensen mit. „Der wird im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens ausgewählt. Die Rahmenbedingungen werden im nächsten Bildungsausschuss dargestellt“, sagte sie.

Auch der dänische Kindergarten plant eine Vergrößerung. Diese soll an der jetzigen Hausmeisterwohnung der Dänischen Grundschule an der Gorch-Fock-Straße erfolgen. Der jetzige Standort des dänischen Kindergartens an der Straße „Am Kegelberg“ wird langfristig aufgegeben. Die Stadt fördert das Bauvorhaben mit 100 000 Euro.

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