Bauschäden in Flensburg : St. Petri und Mürwik: Kirchtürme bröseln

Kran und Gerüst werden für längere Zeit das Bild der Petrikirche bestimmen.
Kran und Gerüst werden für längere Zeit das Bild der Petrikirche bestimmen.

Vor allem die Kirche in der Neustadt ist von Fugenschäden schwer betroffen

shz.de von
20. April 2018, 07:37 Uhr

Die Türme zweier Flensburger Kirchen bröseln: St. Petri in der Neustadt und die Christuskirche in Mürwik sind betroffen. Wind und Wetter haben den Mauerfugen zugesetzt. Durch Risse und Löcher ist Wasser eingedrungen und hat in der Petrikirche schwere Schäden angerichtet. An der Christuskirche fiel das Problem frühzeitig auf.

Mehrfach war im Turm von St. Petri Wasser festgestellt worden, berichtet Pastorin Birgit Lunde. Dann ging es Schlag auf Schlag: Bei einer Besichtigung wurde festgestellt, dass die Stahlträger im Innern des Turms in großem Stil verrostet waren. Teilweise hatten die Träger vier Fünftel ihres Umfangs verloren und der blühende Rost die Verankerungen im Mauerwerk gesprengt. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der Turmhelm in die Tiefe kippte. Sogar das Wort von der Evakuierung der eng bebauten Nachbarschaft machte die Runde. Und die Glocken mussten abgehängt werden. Beim Versuch, den verrosteten Glockenstuhl zu bergen, riss der auseinander. Inzwischen hat ein Bauingenieur den Turm inspiziert. Pastorin Lunde meint, „Jetzt kommen keine großen Überraschungen mehr.“ Inzwischen ist die Sicherheit des Turms durch Einziehen von Nirosta-Trägern wiederhergestellt.

Und jetzt geht’s richtig in die Substanz – jetzt müssen die Fugen saniert werden. Lunde: Was das koste, sei noch nicht abzuschätzen. Allerdings werde jetzt schon mit einer Gerüstmiete von rund 100 000 Euro gerechnet, schildert die Pastorin. Erste Spenden sind inzwischen eingegangen und die Kirchengemeinde wird aktiv. So wird der Gottesdienst am Sonntag um 18 Uhr musikalisch gestaltet mit dem Bläserensemble Piffari.

Einmal im Jahr ist sind die Kirchengemeinderäte der Gemeinde gehalten, die Gebäude und Grundstücke in einer Begehung zu besichtigen. Dabei fielen die defekten Fugen im Mauerwerk des Turms in Mürwik auf. Eine schnelle Reparatur ist notwendig, damit keine großen Schäden entstehen. Benötigt werden 40 000 Euro, die Hälfte davon fürs Verfugen, die andere Hälfte für das Gerüst. Die Mittel wird die Kirchengemeinde selbst aufbringen – und sie hofft auf Spenden.


Spendenkonto St. Petri: IBAN DE

49 2175 0000 0000 0688 88,

BIC: NOLADE21NOS,

Verwendungszweck: St.Petri-Turm.

Spendenkonto Christuskirche: IBAN DE49 2175 0000 0000 2688 88 | BIC NOLADE21NOS Verwendungszweck Mürwik Turmsanierung.


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