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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 01:45 Uhr

SSW will VfB Nordmark retten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vorstoß der Ratsfraktion für eine neue Sportanlage: Stadt soll neue Sportflächen zur Verfügung stellen

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2014 | 07:05 Uhr

So weit ging noch niemand. Der wegen der aktuellen städtischen Baupläne am Bahnhof in Not geratene Eisenbahner-Sportverein VfB Nordmark hat eine starke Fraktion an seiner Seite. In einer Pressemitteilung fordert Ratsherr Sönke Wisnewski eine schnelle Standortentscheidung für den VfB. „Wir sollten alle Hebel in Bewegung setzen, diesem Traditionsverein an einem neuen Standort die Chance für einen Neuanfang zu geben.“

Eine klare Positionierung in einer seit Beginn vergangenen Jahres andauernden Diskussion, in der sich der Verein ziemlich allein gelassen fühlt. Wie berichtet ist der alte Eisenbahner-Sportverein den Plänen zum Bau eines innerstädtischen Wohnquartiers im „Bahnhofsumfeld“ im Weg. Schon früh und eindeutig hatte die Stadtplanung deutlich gemacht, dass der VfB der Quartiersplanung im Wege ist. Die Frage nach der Zukunft des Eisenbahner-Sportvereins allerdings wollte die Stadt nicht zu ihrem Problem machen, und auch die Ratsfraktionen mogelten sich um klare Aussagen herum. Mangels städtischer Vorschläge entwickelte der VfB eigene Vorschläge: Verlagerung auf den Campus und dort Anbindung an die Sportlehrerausbildung; Verlagerung ans Peelwatt, Verschiebung der Sportanlage auf ein wahrscheinlich kontaminiertes Grundstück am Mühlendamm. Die Resonanz: Null. Die Folge war ein Tod auf Raten: Sponsoren sprangen ab, Mitgliederschwund und zu allem Überfluss zum Jahresende 2013 eine Fast-Insolvenz, die in letzter Minute abgewendet werden konnte.

Kein Wunder, dass der VfB sehr angetan vom Vorstoß des SSW ist. Nordmark-Vorstand Christoph Meißner: „Das sorgt bei uns für eine gewisse Hoffnung. Der SSW hat uns in den vielen Gesprächen mit der Politik bislang die meiste Unterstützung zugesagt“, sagt der ehemalige CDU-Ratspolitiker. Wisnewski will die anderen Fraktionen zwingen, Position zu beziehen. „Wir müssen Farbe bekennen, sonst reden wir diesen Verein kaputt.“ Alle Optionen sollen auf den Tisch – und dann eine zügige Entscheidung, auch über die Finanzierung des Projekts. „Dies ist eine intelligente Investition. Das Geld, das wir dort hineinstecken, sparen wir später an Jugendsozialarbeit.“

Um den ärgsten Druck aus dem Kessel zu nehmen, will Wisnewski den im Sommer 2015 auslaufenden Bestandsschutz für den VfB um zwei Jahre verlängern. Der SSW-Politiker sieht für den Sportverein gute Chancen – gerade in Verbindung mit den Wohngebieten in Campusnähe und demnächst auch am Bahnhof. Dafür aber, so Wisnewski, braucht es eine realistische Perspektive.

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