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Klinikplanung in Flensburg : SSW will neue Klinik am Bahnhof

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ratsherr Glenn Dierking: „Das ehemalige VfB-Nordmark-Grundstück berücksichtigt all unsere Wünsche“

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2017 | 06:08 Uhr

Im nicht öffentlichen Teil des Planungsausschusses sollte gestern Abend erstmals über mögliche Standorte und Erfordernisse für ein künftiges Zentralklinikum von Diako und Maltesern auf Flensburger Gebiet beraten werden. Genau 23 Minuten vor Sitzungsbeginn ging SSW-Ratsherr Glenn Dierking mit einem Vorstoß seiner Fraktion an die Öffentlichkeit, die er am gleichen Tag an Oberbürgermeisterin Simone Lange und ihren Chefplaner Peter Schroeders geschickt hatte: „Aus unserer Sicht muss ein Krankenhaus leicht zu erreichen sein. Weder Ost- noch West-Flensburg muss durch lange Anfahrten benachteiligt werden. Deshalb favorisieren wir das ehemalige VfB-Nordmark-Grundstück am Bahnhof, welches alle unsere Wünsche berücksichtigt“, schreibt Dierking. Neben einer guten Erreichbarkeit aus der City sowie mit Bus und Bahn schlägt er – sozusagen als exklusive Rettungstrasse– den Neubau einer Brücke von der Valentiner Allee über die Bahngleise auf das Gelände nur für Rettungsfahrzeuge vor.

Das von der SSW-Fraktion ins Visier genommene Gelände ist insgesamt 14 Hektar groß und reicht vom Mühlendamm bis hinter das heutige Freilandlabor der Europa-Uni und bis zum Hang der Straße Munketoft am Fuße des Campus. Pikanterweise beinhaltet dieses Gelände nicht nur das noch nicht aus den Startlöchern gekommene Wohnprojekt Freiland, sondern auch das komplette Areal der Kulturwerkstatt Kühlhaus neben dem Güterbahnhof.

Auch vor einer mutigen Planung scheinen Dierking und sein SSW keine Angst zu haben: „Das neue Krankenhaus könnte mit einer Zehn- bis Zwölf-Geschossigkeit errichtet werden, ohne die Umgebung zu verschandeln“, glaubt der Architekt.

Oberbürgermeisterin Simone Lange zeigte Verständnis für das Vorpreschen des SSW. Sie gab aber zu bedenken: „Für uns alle muss jetzt gelten, den nach medizinisch und planerisch fachlichen Gesichtspunkten geeignetsten Standort zu finden.“ Gestern sei zum allerersten Mal über den Sachstand informiert worden. „Wir sind noch ein ganzes Stück entfernt davon, das eine Grundstück benennen zu können. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alle infrage kommenden Flächen im Detail zu prüfen“, versprach Lange. Nächstes Etappenziel sei, im Juli die geeignetsten drei Flächen benennen zu können, um diese vertieft prüfen zu können.

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