Meldungen von Rattenbefall : SSW fordert Rattenbekämpfung in Flensburg

Die Anzahl der Ratten in Flensburg soll gestiegen sein.
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Die Anzahl der Ratten in Flensburg soll gestiegen sein.

Man dürfe nicht länger zusehen, bis Ratten zu einem Problem werden, mahnt Ratsherr Philipp Bohk.

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13. Februar 2018, 16:03 Uhr

Flensburg | Der SSW hat auf einer Sitzung des TBZ-Verwaltungsrates am Dienstag in Flensburg eine systematische Bekämpfung der Ratten in der Stadt gefordert. „Aus vielen Stadtteilen erreichen mich Meldungen von Rattenbefall: Rude, Weiche und am Hafen. Wir dürfen nicht länger tatenlos zusehen, bis die Ratten zu einem massiven Problem werden. Ich beantrage darum, dass das TBZ eine stadtweite Ratten-Bekämpfungswoche koordiniert und durchführt“, sagte Ratsherr Philipp Bohk.

Das Auftreten von Ratten in besiedelten Gebieten ist nach dem Bundesseuchenschutzgesetz meldepflichtig. Ratten sind nach dem Infektionsschutzgesetz Gesundheitsschädlinge, da durch sie Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden können.

Flensburg hatte vor der Einschränkung der Rattengifte mit Gerinnungshemmern regelmäßig eine Ratten-Bekämpfungswoche durchgeführt. Dies ist nach geltender Rechtslage nicht mehr möglich. Nur noch professionelle Schädlingsbekämpfer dürfen mit dem Gift hantieren. Ansonsten geraten die Gerinnungshemmer in den Magen von Haustieren oder Greifvögeln.

„Das sollte kein Grund sein, vor der steigenden Zahl der Ratten zu kapitulieren. Ich fordere das TBZ auf, einen Plan für eine Ratten-Bekämpfungwoche zu erarbeiten und diese baldmöglichst durchzuführen“, sagte Bohk.

Beim Technischen Betriebszentrum (TBZ) in Flensburg will man nicht von einer Rattenplage sprechen. „Wir können nicht sagen, dass es deutlich mehr Ratten sind als üblich“, sagt Geoffrey Warlies vom TBZ. „Wir kümmern uns allerdings in erster Linie um die Bekämpfung im Kanalnetz.“ Dort habe man zwei Schlagfallen und sogenannte Kanalnetzköder in Betrieb.

Darüber hinaus sind derzeit zwei Firmen beauftragt, im Bereich um die Hafenspitze und am Hafendamm sowie am Teich im Stadtpark an der Diako Fallen aufzustellen, sagt Warlies. „Für die Forderung von Herrn Bohk sind wir allerdings der falsche Ansprechpartner. Für eine Ratten-Bekämpfungswoche sollte er am 28. März in den Ausschuss für Bürgerservice, Schutz und Ordnung gehen und sein Anliegen dort vortragen.“ Zuständig sei die Ordnungsverwaltung.

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