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Vermutlich Suizid : Spielplatz in Flensburg: Brandopfer ist gestorben

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Die Frau, die brennend auf dem Spielplatz am Schwarzental gefunden wurde, ist tot. Am Dienstagnachmittag erlag sie ihren schweren Verletzungen.

Flensburg | Die schreckliche Geschichte von der brennenden Frau auf dem Spielplatz am Schwarzental hat ein trauriges Ende genommen: Am Dienstagnachmittag ist die Mittvierzigerin an ihren schweren Brandverletzungen in der Lübecker Spezialklinik für Brandverletzte gestorben. Das bestätigte der Flensburger Oberstaatsanwalt Otto Gosch am Mittwoch. Der Verdacht, dass es sich bei diesem Fall im Suizid handelt, hätte sich erhärtet. Auch weil man mittlerweile wisse, dass die Frau die Mittel für ihren Suizid selbst besorgt habe. „Wir haben keinerlei Hinweise, die auf ein Fremdverschulden hindeuten“, so Gosch.

Trotzdem habe die Staatsanwaltschaft am Mittwochvormittag die Obduktion der Leiche veranlasst. „Wir wollen vermeiden, dass Gerüchte entstehen", sagte Gosch. Denn es komme vor, dass beispielsweise Messerverletzungen durch einen Brand vertuscht werden sollen.

Der Fall der brennenden Frau, die aus Mauritius stammte, mit ihrer Familie jedoch schon viele Jahre in Flensburg lebte, hat viele Menschen bewegt. Passanten hatten am Montag beobachtet, wie eine Frau auf einer Bank plötzlich lichterloh in Flammen stand. Ein Mann reagierte geistesgegenwärtig, zog seine Jacke aus und schlug damit die Flammen nieder. Andere setzten umgehend den Notruf ab. Die Rettungsleitstelle schickte neben zwei Rettungswagen auch einen Notarzt an den Einsatzort. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an.

Mit lebensbedrohlichen Verletzungen war die Frau zunächst in die Notaufnahme der Diako nach Flensburg gebracht, noch am Montagabend war sie dann nach Lübeck in die Spezialklinik verlegt worden.

Augenzeugen hatten berichtet, dass keinerlei Schreie zu hören gewesen waren. Eine Frau erwähnte, dass kurz vor dem Brand zwei Männer auf dem Spielplatz gesehen wurden, die sich rasch entfernten.

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erstellt am 04.Nov.2015 | 13:00 Uhr

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