Sperrung der Ringstraße vom Tisch

Hier kommen sie an: Täglich steuern nicht nur viele Bewohner Sünderups und Hochfelds die Schule Adelby (l.) an, sondern vor allem mittags viele Schulbusse.  Foto: Staudt
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Hier kommen sie an: Täglich steuern nicht nur viele Bewohner Sünderups und Hochfelds die Schule Adelby (l.) an, sondern vor allem mittags viele Schulbusse. Foto: Staudt

Durchgehend Tempo 30 ist nicht möglich / Hochfelder sollen durch neue Regelung auf die Osttangente gezwungen werden

shz.de von
21. November 2012, 06:42 Uhr

Flensburg | Die nördliche Ringstraße wird auch in Zukunft offen bleiben und nicht für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Diese Nachricht kristallisierte sich auf der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses heraus, nachdem der städtische Verkehrsplaner Gunther Vandeck die aktuelle Verkehrssituation dargestellt hatte. Durch die sukzessive Fertigstellung des Wohngebietes Hochfeld hatte der Verkehr auf der Ringstraße nach und nach wieder zugenommen, was zu einigem Unmut bei Bewohnern der Neubaugebiete in Sünderup geführt hat.

Als die Ringstraße noch Flensburgs heimliche Osttangente war, fuhren hier 8000 Autos pro Tag. Nach Fertigstellung der richtigen Tangente und Sperrung der Ringstraße für die vollständige Durchfahrt fiel diese Zahl auf unter 1000. Eine relativ aktuelle Zählung habe rund 1000 Fahrzeuge pro Tag ergeben, so Vandeck; Anwohner Sünderups seien bei einer eigenen Zählung auf 1200 gekommen. Wenn die neue Taruper Umgehung (K8) fertig ist, könnte die Zahl auf 1600 bis 1700 steigen, schätzt der Verkehrsplaner.

Viele Bewohner Hochfelds fahren über die Ringstraße, um ihre Kinder zur Schule Adelby, zu einer Kindertagesstätte oder einer anderen Schule zu bringen. Gleichzeitig sind auch zahlreiche Kinder mit dem Fahrrad unterwegs; der Radweg an der Ringstraße ist zwar beleuchtet, liegt im Niveau aber deutlich unterhalb der Straße und ist von dort nicht gut einsehbar. Außerdem ist er, so berichten es Radfahrer, in einem katastrophalen baulichen Zustand.

Auf Höhe des Ortsschildes quert ein Fuß- und Radweg die Straße; hier soll, so Vandeck, ein Kind angefahren worden sein. Hier ist jetzt ein Tempolimit von 30 km/h, genauso wie auf Höhe Sünderup an der Bushaltestelle. Zwischen beiden Abschnitten darf jedoch 50 gefahren werden, und die Stadt habe keine Möglichkeit, durchgehend 30 als Obergrenze festzulegen, wie Chefplaner Peter Schroeders ergänzte. Auch wenn die Straße auf Flensburger Stadtgebiet liege, sei es eine ortsverbindende Straße. "Das ist kaum zu verhandeln." Über die Ringstraße fahren viele Bewohner Tastrups nach Flensburg; sie ist damit von überörtlicher Bedeutung.

Um den Verkehr auf der Ringstraße einzudämmen, wird jetzt geprüft, ob man das Linksabbiegen von der Hochfelder Landstraße in die Ringstraße verbieten kann. Dann entfiele der morgendliche Verkehr von Hochfeld zur Taruper Hauptstraße und weiter. "Das ist für Hochfeld zumutbar", so Schroeders. Er warnte zudem davor, die für Sünderup ausgehandelte Verkehrsregelung zu ändern: "Das ist sehr aufwendig ausgehandelt worden."

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