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Weihnachtsdorf : Spenden-Rekord: 23 000 Euro für die Kinderhospize im Land

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Beim Weihnachtsdorf in Wanderup, das mehr als 20.000 Besucher zählte, wurden unter anderem durch den Verkauf kleiner Wichtel mehr als 23.000 Euro eingenommen. Davon sollen sterbenskranke Kindern profitieren.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 07:45 Uhr

Der Wichtel ist der Botschafter des Weihnachtsdorfes Wanderup, und Wichteln heißt, Gutes zu tun. Das haben viele engagierte Einwohner der kleinen Geestgemeinde und die mehr als 20 000 Besucher des Weihnachtsdorfes sich so sehr zu Herzen genommen wie noch nie. Nach 14 000 Euro vor zwei Jahren und 17 000 Euro vor einem kam diesmal am ersten Adventswochenende die beeindruckende Spendensumme von mehr als 23 000 Euro zusammen – zu Gunsten der ambulanten Kinderhospiz-Dienste im Land.

Verkündet und überreicht wurde die stolze Summe am Wochenende beim Helferfest, mit dem sich die Gemeinde und der Weihnachtsdorfverein bei den vielen jungen und älteren ehrenamtlichen Helfern bedankt, die den dreitägigen Adventszauber in der nun ausklingenden Weihnachtszeit zum achten Mal möglich gemacht haben.

„Es gibt so viele Helfer – von der Jugendfeuerwehr, die für den Auf- und Abbau Knochenarbeit leistet, bis zu den fleißigen Händen einiger älterer Damen, die unermüdlich kleine Wichtel verpacken oder Streichholzschachteln besticken, die auch für schwer kranke Kinder und ihre Familien verkauft werden“, lobte Vereinsvorsitzender Walter Both. Viele junge Dorfbewohnerinnen setzten als Engel verkleidet tausende kleine Wichtel ab. Für die Kinderhospize wurde auf vielfältige Weise gebastelt, gesungen sowie von Privatleuten und Unternehmen gespendet. Zu den gut 23 000 Euro kommen noch die Erlöse, die durch den neuen Weihnachtsdorf-Song „Trag’ ein Licht in alle Welt“ generiert werden. Das von der Wanderuperin Doris Müller komponierte Lied, das durch Trompeten-Soli von Marquardt Petersen aus Sörup aufgewertet wurde, kann von allen gängigen Musikportalen heruntergeladen werden. „Das Engagement, das im Weihnachtsdorf steckt, ist riesengroß, es ist zum Aushängeschild für die ganze Region geworden“, lobte Bürgermeisterin Ulrike Carstens. Der Weihnachtsdorf-Vorstand packt dafür selbst mit an, wie auch für die Verteilung von Grünkohl, Kassler und süßen Kartoffeln beim Helferfest.

„Für die hohe Spende kann ich gar nicht genug danken. Das Weihnachtsdorf macht unsere Arbeit und unsere Anliegen einer breiten Öffentlichkeit bekannt – diese Leistung ist unbezahlbar“, sagte Birgit Rath-Röhlk vom Flensburger „Katharinen Hospiz am Park“, dessen ambulanter Kinderhospiz-Dienst den größten Teil der Spendensumme erhielt. Aber auch die übrigen fünf Einrichtungen im Land, die todkranke Kinder und ihre Eltern begleiten, können sich über Unterstützung freuen. „Und die ist so wichtig, denn weniger als zehn Prozent von dem, was die Kinderhospizdienste leisten, übernehmen die Kassen“, sagt Rath-Röhlk. Das Weihnachtsdorf löse mittlerweile auch im Katharinen Hospiz schon Anfang November vorfreudiges Kribbeln aus. Dieses hält bei vielen Wanderupern das ganze Jahr an, auch wenn die Lichter in den Gärten nun erlischen. Die ehrenamtliche Vorbereitung der Großveranstaltung prägt jede Jahreszeit, in Wanderup ist immer ein wenig Weihnachten.

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