zur Navigation springen

Sozial-Scheckkarte soll bürokratisches Monster bändigen

vom

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Schleswig | Zuschüsse zu Schulausflügen, zur Nachhilfe, zum Mittagessen, aber auch zu Sportangeboten und Theaterbesuchen: Das Bildungspaket der Bundesregierung zur Teilhabe bedürftiger Kinder am gesellschaftlichen Leben umfasst eine Vielzahl an Leistungen. Die Abrechnung dieser Angebote war bisher sehr aufwändig. Mit der Einführung einer Bildungskarte will der Kreis gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Abrechnung für Anbieter und Nutzer vereinfachen, die Angebote über die zentrale Internetseite www.bildungs-karte.org bündeln und so den Zugang zu den Leitungen verbessern.

Zwei Jahre ist das Bildungspaket der Bundesregierung inzwischen alt. Mittlerweile werde das Angebot gut angenommen, sagt Stephan Asmussen, Fachbereitsleiter Regionale Integration. Auf Grund der verstärkten Inanspruchnahme, sei allerdings auch der Verwaltungsaufwand stark gestiegen - bei den Kreismitarbeitern, aber auch bei den Anbietern, die Gutscheine sammeln und Rechnungen stellen müssten. Entstanden sei ein "bürokratisches Monster", so Asmusssen. Das soll nun vorbei sein. Die Berechtigten können direkt auf der Internetseite die Angebote durchforsten, in Ruhe auswählen und online buchen.

Die neue Bildungskarte des Kreises ist so groß wie eine EC-Karte. Durch die Vereinfachte Handhabung wollen die Verantwortlichen beim Kreis auch die Akzeptanz des Teilhabeangebotes verbessern. Ende 2012 gab es im Kreis insgesamt 6750 Berechtigte auf Leistungen aus dem Teilhabepaket, berichtet Sachgebietsleiterin Hilke Richarden, darunter 5900 Schüler, die eine Leistung in Anspruch nehmen. Das entspreche einer Quote für Schulbeihilfe von 87,4 Prozent. "Die in Inanspruchnahme anderer Leistungen fällt sehr viel geringer aus", so Richardsen weiter. Die soll sich künftig - nicht zuletzt durch die Bündelung der Angebote im Internet - erhöhen.

Aktuell sind bereits rund 100 Anbieter bei der Internet-Platform angemeldet und freigeschaltet. An dem bisherigen Verfahren, das weiter gültig ist, beteiligen sich im Kreis rund 1000 Anbieter. Zum Start am Monatsanfang waren bereits 1120 Karten aktiviert. Sogar eine erste Abbuchung über die neue Bildungskarte sei bereits erfolgt - für einen Teilnehmer an einer Konfirmandenfreizeit.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen