Wanderup : Sonniger Start für Pflegezentrum

Kirsten und Stefan Boysen mauern den Grundstein ein. Zur Freude der Heimbewohner, des Architekten  Manfred Hassenpflug und des Bauunternehmers Dirk Paulsen (hinten, v.l.). und auch von Heimhund Flecki. Foto: iwersen
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Kirsten und Stefan Boysen mauern den Grundstein ein. Zur Freude der Heimbewohner, des Architekten Manfred Hassenpflug und des Bauunternehmers Dirk Paulsen (hinten, v.l.). und auch von Heimhund Flecki. Foto: iwersen

Grundsteinlegung für Heim mit 45 Plätzen in Wanderup. Familie Boysen bezieht zweites Haus Ende des Jahres.

shz.de von
17. Mai 2013, 07:27 Uhr

wanderup | Satt und sauber - das ist für Kirsten und Stefan Boysen viel zu wenig. "Geborgen, offen und familiär soll die Atmosphäre in unserem Haus sein", sagt das Ehepaar, das ab Ende des Jahres in Wanderup ein Pflegeheim mit 45 Plätzen betreiben wird, darunter 15 Plätze für an Demenz erkrankte Bewohner. Gestern legten Kirsten und Stefan Boysen, die auch die Investoren und Bauherren sind, den Grundstein für ihr "Herzensprojekt". Dazu strahlten die Sonne und Bewohner des "Seniorenzentrums am Gut", das die beiden Langballiger seit 2005 - ebenfalls in privater Trägerschaft - in Flensburg führen.

"Es ist wunderbar, dort zu wohnen. Die Boysens sind für alle Fragen und Wünsche offen", sagt Marianne Balck (93), Sprecherin des dortigen Heimbeirats. Die Lage der Wanderuper Anlage gefällt den Flensburger Bewohnern sehr. Schön im Grünen, und doch mitten in einer lebendigen Dorfgemeinschaft mit Geschäften, Cafés, Ärzten, Apotheke, Friseur und einem vielseitigen Kulturprogramm. Direkt neben dem Pflegeheim wird derzeit zudem ein kleines Einkaufszentrum mit Vollsortimenter und Bäcker gebaut. Hinter dem Pflegezentrum entsteht eine Seniorenwohnanlage. "Dieses tolle Umfeld hat uns begeistert", sagt Kirsten Boysen. "Die Gemeinde hat uns in allen Fragen bestens unterstützt", betont Stefan Boysen.

Seit 2010 wird geplant, wegen des langen Winters erst seit kurzer Zeit gebaut. Beides mit Firmen aus der Region - dem Architekten Manfred Hassenpflug und dem Bauunternehmer Dirk Paulsen. "Zum Winter wollen wir fertig sein. Am liebsten schon zum Weihnachtsdorf in Wanderup - das wäre für unsere Bewohner ein tolles Erlebnis", sagt Kirsten Boysen, die schon viele Jahre in der Pflege, auch mit Schwerstbehinderten, gearbeitet hat. Gemeinsam werden die Boysens auch die Leitung für ihr zweites Haus übernehmen. "Beide Heime liegen mit dem Auto nur zehn Minuten auseinander. Es wird Synergie-Effekte geben, durch die Kosten in einigen Bereichen gesenkt werden können", sagt die zweifache Mutter. Auch Heimhund Flecki wird künftig in beiden Häusern das Alltagsleben bereichern. Am Personal soll auch in Wanderup nicht gespart werden, um genügend Zeit für jeden Bewohner zu haben. "Wir selbst zählen keine Arbeitsstunden - dafür bekommen wir aber auch so viel Dankbarkeit und Freundlichkeit zurück - von unseren Bewohnern und ihren Familien", schwärmt Kirsten Boysen. Das Flensburger Haus ist ausgelastet, auch für Wanderup gibt es schon einige Anfragen. Eine genaue Summe möchten die Investoren nicht nennen, doch es werden mehrere Millionen Euro auf der ehemaligen Koppel verbaut. Für die freundliche Aufnahme möchten sich Kirsten und Stefan Boysen bei den Wanderupern bedanken. Alle Dorfbewohner sind zum Richtfest eingeladen, das der Unternehmer rechtzeitig bekannt geben wird. Dann werden auch wieder einige Bewohner des Flensburger Hauses mit von der Partie sein. "Doch so schön es hier in Wanderup ist, ich möchte doch lieber bei meinen Bekannten im Flensburger Heim bleiben - und dort auch meinen 100. Geburtstag feiern", sagt Marianne Balck.

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