Tietze Schmuck : Skulpturen wie ein Gedicht

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27. August 2015, 10:36 Uhr

Flensburg | Er ist so rothaarig wie seine Erschafferin, sehr schlaksig und strahlt eine kecke, unbeschwerte Heiterkeit aus. Der junge Mann ist in Holz gehauen und die derzeitige Lieblingsfigur von Tietze Schmuck (50). „Ein Gedicht“ ist die Büste betitelt – ein Name, so rätselhaft wie die ihrer anderen Skulpturen, die am Wochenende in der Bergmühle ausgestellt werden. Die „Narrennase“ etwa, die dazu anregen soll, „närrisch durch die Welt zu gehen, um dem Dilemma zu entkommen“. Sie berührt das ewig währende Thema „Loslassen“ genauso wie ein gleichnamiges, ebenso frisch gestaltetes Werk – eine bleich anmutende Frau, weiß gewandet, im Aufbruch  .  .  .  ja, wohin?

„Ich möchte nicht das Schwere manifestieren, das Festhalten, sondern den Weg daraus, hinein in die Leichtigkeit“, sagt die Künstlerin. Sie bringt das Scheitern zum Leuchten, lässt ihre Figuren Geschichten erzählen. Und Gedichte.


>Ausstellung Tietze Schmuck, Bergmühle, Sonnabend 15 Uhr Vernissage, Sonntag 12 bis 18 Uhr.

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