Singfreudiges Paar feiert Eiserne Hochzeit

Zwei Turteltauben im Outfit der Flensburger Fördemöwen: Käthe und Günter Jessen feiern heute Eiserne Hochzeit.
Zwei Turteltauben im Outfit der Flensburger Fördemöwen: Käthe und Günter Jessen feiern heute Eiserne Hochzeit.

shz.de von
15. Mai 2015, 10:50 Uhr

Käthe und Günter Jessen sind seit 65 Jahren verheiratet – heute begehen sie das seltene Fest der Eisernen Hochzeit. Zur Feier des Tages sind neben Familie und Freunden auch der Handwerker-Chor geladen, in dem das Paar viele Jahre selbst aktiv war.

Günter Jessen wurde 1926 in Flensburg geboren, seine Frau erblickte drei Jahre später in Kiel das Licht der Welt. Anlässlich der Stationierung ihres Vaters zog Käthe mit ihm nach Ostpreußen, von wo aus sie 1944 nach Flensburg floh.

Drei Jahre später lernten sich Günter und Käthe bei einer Tanzveranstaltung kennen. Dass es zwischen den beiden „gefunkt“ hatte, wusste Günter Jessen sofort und lud seine Käthe in den Zirkus ein. An den folgenden Sonntagen besuchten die jungen Leute den Geselligkeitsverein „Frohsinn“, der neben dem Plattdeutschen Verein sowie dem Chor „Flensburger Förde-Möwen“ zu einem beliebten Ziel in der Freizeit der Eheleute wurde.

Günter Jessen, Konditormeister, arbeitete in Kopenhagen, Glücksburg, später in Heide und Rude. Aufgrund einer Berufskrankheit ließ er sich umschulen und war fortan beim Kraftfahrtbundesamt tätig.

1948 machte Günter seiner Zukünftigen den Hochzeitsantrag, woraufhin sich die beiden am 27. Mai 1950 zuerst im Standesamt, danach in der Nikolaikirche das Jawort gaben. Aus der Ehe ging die 1952 geborene Tochter Waltraut hervor. „Ich kann mich noch gut an unsere Familienurlaube in Cuxhaven erinnern“, berichtet Waltraut. „Wir waren oft am Gardasee, aber auch in Kanada, auf Mallorca und in Polen“, fügt Günter Jessen hinzu. Bis heute kamen zur Familie noch zwei Enkelkinder hinzu.

Seit zehn Jahren wohnt das Ehepaar nun in einem Flensburger Seniorenheim.

Heute blicken die beiden auf 65 gemeinsame Jahre zurück. „Ein paar Jahre könnten vielleicht noch dazu kommen“, sagt Günter Jessen lachend.

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