„Flensburg Ahøj“ : Sinfonie mit Kuttern und Seglern

Besprechung vor der Generalprobe: Olaf Sakuth, Slipmeister Peter Fiedler vom Fischereiverein, Olav Jatho und Jesse Wilmot von der Hochschule sowie Kay Peters von den Klassischen Yachten wollen heute Abend mit Kuttern und Seglern eine Lichtsinfonie choreografisch-maritim begleiten. Fotos: Carlo Jolly
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Besprechung vor der Generalprobe: Olaf Sakuth, Slipmeister Peter Fiedler vom Fischereiverein, Olav Jatho und Jesse Wilmot von der Hochschule sowie Kay Peters von den Klassischen Yachten wollen heute Abend mit Kuttern und Seglern eine Lichtsinfonie choreografisch-maritim begleiten. Fotos: Carlo Jolly

Die Lichtsinfonie heute Abend könnte ein Höhepunkt werden, dem neuen maritimen Hafenfest bis Sonntag

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29. Juni 2018, 06:35 Uhr

Wer begreifen will, was am Hafenfest „Flensburg Ahøj“, das sich bis Sonntag den ganzen Innenhafen einverleibt hat, anders ist als bei anderen Festen rund um Hafenspitze und Schiffbrücke, sollte heute Abend um 23 Uhr dabei sein: Anstatt Geld bei einem großen Feuerwerk zu verbrennen, haben die Organisatoren um Tourismuschef Gorm Casper eine „Lichtsinfonie“ im Programm, die so nur durch die Zusammenarbeit mehrerer Flensburger Institutionen möglich ist – vor allem der Hochschule und des Flensburger Fischereivereins von 1872: „Es wird ein Zusammenspiel von Schiffen, Lichtern, Wasserfontänen und Musik“, berichtet Medieninformatik-Professorin Angela Clemens. Drei Fischkutter sowie je ein Segelboot der klassischen Yachten, der Fischer und der Hochschule wollen im Hafen eine Choreografie passend zur Musik fahren – von Mozarts Türkischem Marsch bis zu Yellow Submarine von den Beatles. Und wenn alles klappt, die DGzRG nicht gerade zu einem Notfall ausrücken muss, wird Rettungskreuzer „Nis Randers“ die Wasserfontäne produzieren, in der sich das Licht bricht, das die Medieninformatik-Studenten zu insgesamt sechs Musikstücken programmiert haben.

„Wir haben schon ein paar mal bei ziemlich schlechten Wetterbedingungen geprobt“, sagt Slipmeister Peter Fiedler vom Fischereiverein. „Die Generalprobe müssen wir richtig verhauen“, findet Olaf Sakuth, zeigt auf den Ablaufplan der Hochschule für die Sechs-Boote-Choreografie und scherzt: „Das ist unser Taktik-Plan gegen Südkorea.“

Natürlich hat das maritime Hafenfest auch auf der gesamten Landzeile viel zu bieten: Heute ab 14 Uhr zum Beispiel die Stand-Up-Paddler mit ihren Teamrennen an der Hafenspitze und ab 16 Uhr am Bohlwerk den „Fördejump“ der Sportpiraten. Wer Kultur sucht, könnte außer auf den Musik-Bühnen heute um 20 Uhr im Kultur-Tippy zwischen Museumshafen und Fördebrücke beim deutsch-dänischen Poetry-Slam auf seine Kosten kommen. Ganz in der Nähe kann man auch einen Schiffssimulator testen oder beim Quiz der Europa-Uni mitmachen.

Zwei Jahre habe man an diesem neuen maritimen Kulturfest gearbeitet, berichtete Tourismuschef Gorm Casper bei der Eröffnung. Logo, Namen und Programm habe man gemeinsam entwickelt. An vielen Stellen könne man mitmachen und mitsegeln. Oberbürgermeisterin Simone Lange freute sich, dass „Flensburg Ahøj“ künftig alle zwei Jahre stattfindet. Es soll zur Marke werden: „Wenn man Ahøj sagt, soll man wissen, dass Flensburgs Hafenfest gemeint ist.“

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