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OB-Wahl 2016 in Flensburg : Simone Lange: Die Kandidatin des Dreier-Bündnisses

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

CDU, SPD und Grüne machen Flensburgs Landtagsabgeordnete zur Bewerberin um das Oberbürgermeister-Amt.

Mit dem Rückenwind von drei Parteitagsvoten fordert Landtagsabgeordnete Simone Lange (38/SPD) den Flensburger Oberbürgermeister Simon Faber (SSW) heraus. Die Parteitage oder Mitgliederversammlungen von CDU, SPD und Grünen machten die Polizeibeamtin mit Verwaltungsausbildung zur gemeinsamen OB-Kandidatin.

Kurz nach 21 Uhr war der Parteitags-Bewerbungsmarathon für Lange erfolgreich zu Ende gegangen. Ohne Gegenstimme machten die Bündnisgrünen als letzte der drei tagenden Parteien dieses Tages die SPD-Landtagsabgeordnete in der Phänomenta zur Aspirantin für die Verwaltungsspitze im Rathaus. „Wir freuen uns sehr, mit Simone Lange eine Kandidatin gefunden zu haben, die uns Grüne mit Sachverstand, Herz und Tatkraft überzeugen konnte“, sagte Parteivorsitzende Benita von Brackel-Schmidt. Und Fraktionschefin Ellen Kittel-Wegner ergänzte: „Überzeugt haben uns vor allem auch das breite Fachspektrum, mit dem sie antritt: ihr Einsatz im Bildungsbereich genauso wie ihre fundierte Vernetzung in die Flensburger Unternehmenslandschaft hinein.“

Dass die Nominierung durch die eigene Partei, die ab 18 Uhr in der Walzenmühle getagt hatte, nur eine Formsache sein würde – davon musste man ausgehen. 57 Ja-Stimmen und eine Enthaltung gab es von den Sozialdemokraten. In seiner Rede hatte SPD-Fraktionschef Helmut Trost zuvor zu den Wahlkampfvorwürfen durch Langes Engagement in der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfergruppe am Bahnhof Stellung genommen: „Wer anpackt, ist ein Arbeiter, kein Wahlkämpfer. Wir haben Arbeitszeit, nicht Wahlkampfzeit! Und Simone Lange ist eine harte und engagierte Arbeiterin“, lobte der Ratsfraktionsvorsitzende seine Abgeordnete.

Am längsten und kontroversesten wurde in Fahrensodde diskutiert, wo die CDU tagte. „Es geht um eine gemeinsame Kandidatin, die mehr aus dem Amt machen kann“, erklärte Parteichef Arne Rüstemeier nach der Sitzung. 20 CDU-Mitglieder gaben Lange ihre Stimme, 16 votierten gegen sie, fünf enthielten sich. CDU-Fraktionschef Frank Markus Döring sagte: „Verwaltung und Kommunalpolitik sollen miteinander für das Wohl der Stadt arbeiten. Eine Oberbürgermeisterin mit breitem Rückhalt in der Ratsversammlung hat die Chance, ein solches Miteinander zu organisieren.“ Nicht alle CDU-Mitglieder konnten diesen Weg mitgehen – Ex-CDU-Landtagsabgeordnete Susanne Herold legte nach der Abstimmung ihren CDU-Ehrenvorsitz nieder.

„Ich freue mich, dass ich von der CDU mitgetragen werde“, sagte Simone Lange in einer ersten Reaktion und ergänzte: „Es ist wunderbar zu erleben, dass wir in Flensburg bündnisfähig sind.“

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erstellt am 25.Sep.2015 | 09:26 Uhr

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