Vorbildliches Engagement : Signal für mehr Kinderfreundlichkeit

Nach der Scheckübergabe: Die „Auserwählten“ in der Heilandskapelle vor einem Gemälde von Käte Lassen.
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Nach der Scheckübergabe: Die „Auserwählten“ in der Heilandskapelle vor einem Gemälde von Käte Lassen.

Queisser Pharma spendiert 15 000 Euro für Kinder unserer Region – sechs Einrichtungen werden in diesem Jahr bedacht

Gunnar Dommasch von
11. Juni 2014, 14:19 Uhr

Gestern gab es in der Heilandskapelle nur strahlende Gesichter. Denn sechs Initiativen aus der Region durften sich über einen wahren Geldsegen freuen. Sie erhielten auf dem Gelände der Unesco-Schule in Flensburg-Weiche Schecks über eine Gesamtsumme von 15 000 Euro. Damit setzt Queisser Pharma sein soziales Engagement auf vorbildliche Weise fort.

Was tut das Unternehmen für eine gemeinsame Zukunft? Wird es seinen Verpflichtungen und seiner Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und der Gesellschaft gerecht? Diese Fragen stellten die Queisser-Geschäftsführer Gert Bendixen und Jan Kuskowski in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Die Antwort geben sie ganz praktisch – nicht nur durch ihr Engagement mit dem Projekt „Kinder unserer Region“, sondern auch durch den seit 27 Jahren vergebenen Senioren- sowie den Juniorenpreis (seit sieben Jahren). „Wir fördern dort, wo die eigenen Mittel nicht ausreichen“, betonte Kuskowski. „Und der Bedarf ist riesengroß.“

Jetzt also ging es ausschließlich um die Belange von Kindern im Alter von bis zu zehn Jahren. 46 Initiativen hatten sich um Förderung beworben. Eine fünfköpfige Jury traf zunächst eine Vorauswahl; am Ende blieben sechs ausgewählte Projekte. „Wir waren uns relativ schnell einig“, sagte Jurorin Wiebke Petersen. Und ihre Kollegin Kirsten Pecher ergänzte: „Am liebsten hätten wir alle bedacht, aber wer nicht dabei ist, kann sich gern erneut bewerben.“

Groß war die Freude bei der Unesco-Projekt-Schule, die einen Zuschuss von 3000 Euro für die Instandsetzung ihres Fußballplatzes erhält. „Und die WM war dafür nicht ausschlaggebend“, versicherte Jan Kuskowski. „Der Platz ist in einem sehr schlechten Zustand.“ Schüler hatten für ihre Einsendung ein Modell gebastelt, um ihren Wunsch zu unterstreichen.

Groß ist die Not auch in der Offenen Ganztagsschule Neukirchen. Hier können sich einige Eltern nicht einmal den einen Euro Eigenanteil für ein warmes Mittagessen ihrer Sprösslinge leisten. Der Verein für Jugenderholung in Niebüll erhält nun eine kräftige Finanzspritze, um weiterhin effektive Arbeit leisten zu können. Das gilt auch für das Haus Regenbogen, das Müttern in Schwangerschaft und danach unter die Arme greift sowie die evangelische Tagesstätte Stadumer Arche, die sich für ihr Außengelände nun ein Spielschiff und einen Sandkasten leisten kann.

Dem Abenteuerspielplatz Taubenstraße hat bislang das Spendenparlament Flensburg geholfen, jetzt hilft Queisser – und unterstützt das Projekt „Kinder kochen für Kinder“. Last but not least profitiert die Falkenbergschule, die sich mit frischem Kapital ein Gewächshaus, Getreidebeet und eine Kräuterspirale anschaffen kann.

Unesco-Schulleiterin Gisela Koch bedankte sich in einer emotionalen Ansprache. „Was wären wir ohne Sie“, sagte sie in Richtung der Geldgeber. „Kinder haben ihren Weg in die Zukunft nicht allein in der Hand.“ Queisser gebe ihnen einen Baustein mit, „damit auch sie teilhaben könnten an den Annehmlichkeiten des Lebens“.

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