Handeewitt : Siegfried Lenz ist erste Wahl

Das alte Logo der Gemeinschaftsschule hat ausgedient.
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Das alte Logo der Gemeinschaftsschule hat ausgedient.

Die Gemeindevertretung wählt Namen für Handewitter Gemeinschaftsschule aus. Die Umbenennung ist zum nächsten Schuljahr geplant.

shz.de von
30. März 2017, 13:34 Uhr

Während der jüngsten Sitzung des Gemeinderats sprach Bürgervorsteher Bruno Lorenzen in seiner Moderation von der „Gems“. Dieses alpin anmutende Kürzel für die Gemeinschaftsschule Handewitt wird demnächst wohl keinen Gebrauch mehr finden, denn sie soll umbenannt werden in Siegfried-Lenz-Schule. Die Gemeindevertretung fasste einen mehrheitlichen Beschluss, dem sich lediglich drei CDU-Vertreter nicht anschlossen.

Schon vor einiger Zeit entstand auf den Schulfluren die Idee, der eigenen Bildungseinrichtung einen besonderen Namen zu geben. Das 50-jährige Jubiläum des Schulstandorts und das zehnjährige Bestehen der Gemeinschaftsschule rückten näher. Schüler, Eltern und Lehrer lieferten Vorschläge. Nur die Gemeinde als Schulträger wurde über diesen Vorgang nicht informiert. Das wurde erst später nachgeholt, sodass die Kommunalpolitik zumindest aus einer Endauswahl den neuen Namen bestimmen konnte. Dabei machte Siegfried-Lenz-Schule klar das Rennen gegen „Wikinger-Schule“ und „Schule des Nordens“.

Schulleiter Malte Bachmann, erst seit Februar im Amt, wird den neuen Namen nun zur Prüfung beim Ministerium vorlegen. „Mir gefiel dieser Vorschlag auch am besten“, sagte der neue Rektor. „Siegfried Lenz war ein Autor von Weltruf, der in unserer Region gelebt hat.“ Seine Werke sollen nun auch im Schulalltag stärker berücksichtigt werden. Die Umbenennung soll zum neuen Schuljahr umgesetzt werden. Für die Entwicklung eines neuen Logos, für eine neue Beschilderung und die Erstellung einer neuen Homepage ist mit Kosten von rund 10  000 Euro zu rechnen.

Eine neue Bezeichnung wünschen sich die Grünen auch für die angestrebte Gemeindeentwicklungsplanung. „Dieser Arbeitstitel klingt für mich nach einem Drei-Jahres-Plan in der DDR“, sagte Fraktionschefin Helga Knaack. „Wie wäre es mit: Handewitt 2035. Es geht um die Zukunft unserer Großgemeinde in den nächsten 20 Jahren.“ Sie hofft, mit einem aufgepeppten Namen mehr Bürger für eine Beteiligung zu motivieren. Die anderen Fraktionen verhielten sich zurückhaltend. „Im weiteren Prozess können wir ja immer noch einen neuen Namen finden“, meinte Bruno Lorenzen.

In der aktuellen Sitzung des Gemeinderats wurde zunächst der Einstieg in dieses strategische Planungsinstrument beschlossen und das Büro „Stadt & Land“ mit der Durchführung beauftragt. 47  600 Euro soll das Verfahren kosten, von der Aktivregion sollen 24  000 Euro bezuschusst werden. „Nach der Sommerpause im September können wir richtig starten“, kündigte Marx Plagemann als Vorsitzender des Hauptausschusses an. Mit einer Vollendung in dieser Wahlperiode ist kaum noch zu rechnen. Die nächste Kommunalwahl ist am 6. Mai 2018.

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