Zustellerin : Sie trotzt Wind und Wetter

20 Jahre Erfahrung: „Ich kenne das nicht anders: Wenn die Arbeit da ist, muss sie getan werden!“ Zustellerin Maria Hauck, wie sie alle kennen. Foto: Watermann
20 Jahre Erfahrung: „Ich kenne das nicht anders: Wenn die Arbeit da ist, muss sie getan werden!“ Zustellerin Maria Hauck, wie sie alle kennen. Foto: Watermann

Maria Hauck (61) ist seit 20 Jahren als Zeitungszustellerin unterwegs. Der Verband der Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlage zeichnet sie aus.

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18. Dezember 2009, 11:56 Uhr

Flensburg | Seit 1989 ist sie unterwegs - "sommers wie winters, bei Regen, Schnee oder Sonnenschein" . So steht es in der Urkunde des Verbands der Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlage, die ihr dafür danken. 20 Jahre als Zeitungszustellerin liegen hinter Maria Hauck (61) - aber Sonnenschein hat sie bei dieser Arbeit wohl selten gesehen, denn der Wecker klingelt um 2.30 Uhr morgens. Dann geht es "rein in die Kleidung und los". Wenn sie nur Zeitungen zuzustellen hat, ist sie nach einer Dreiviertelstunde wieder zu Hause - wenn Werbung mit dabei ist, etwas später. Danach wird gefrühstückt. Manchmal legt sie sich noch kurz aufs Sofa. Zurück ins Bett? "Ich bin doch nicht krank! ", sagt die drahtige und praktische Frau.
Strömender Regen ist größtes Problem
Früher hat sie als Vertreterin gearbeitet, heute hat sie sich hochgearbeitet und trägt die Zeitungen in Reitbahn, Mathilden- und Luisenstraße aus - ganz in der Nähe ihres Hauses. Eine zweite Runde durch "ihre Straßen" läuft sie seit fünf Jahren als Briefzustellerin.

"Das größte Problem bei dieser Arbeit ist strömender Regen, denn dann ist es schwierig, die Zeitungen trocken zu den Kunden zu bringen. Man fasst sie mit nassen Händen an. Das lässt sich nicht vermeiden. Aber bis die Kunden sie aus dem Briefkasten holen, sind sie meistens wieder trocken. Für mich ist alles in Ordnung, wenn die Füße wieder warm und der Kopf wieder trocken ist", sagt die ehemalige Blumenhändlerin, die bis zur Rente weiter die Zeitungen austragen will.

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