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Flensburger Bürgerwette : Sie alle halfen mit beim Wetterfolg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nun haben die Flensburger die Bürgerwette doch noch gewonnen. Gut sechs Wochen nach dem Start der Stadtwette Anfang September ist das Ziel erreicht – mit 90877 Euro.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 11:30 Uhr

Thomas Nolte erreichte die frohe Botschaft als einen der ersten: „Das ist wunderbar“, entfuhr es dem Diakoniepastor, der sechs Wochen lang eifrig Spendendosen verteilt und wieder eingesammelt hatte. Bis Mitte September, so räumte er gestern ein, hätte er sich nie und nimmer vorstellen können, dass die Flensburger wirklich für jeden Einwohner einen Euro zusammenbringen und damit die Stadtwette zugunsten des Flensburger Bürgerfonds für in Not geratene Mitbürger gewinnen. 90 777 Euro waren dafür nötig – und nach einer letzten anonymen großzügigen Überweisung von 1038 Euro und mehreren kleineren Eingängen sind nun 90 877 Euro zusammengekommen. „Dass am Ende so viele Leute mitgemacht haben, ist eine Auszeichnung für Flensburg“, findet Nolte.

In der Tat zog sich die Spendenwelle durch alle Gruppen der Flensburger Gesellschaft: Unternehmen und Schulen setzten sich in Bewegung, der Handel sammelte kräftig, Azubis aus Handwerk, Handel und Dienstleister, Arbeitsagentur und Ärzte, Kraftfahrt-Bundesamt und Wirtschaftsförderung – überall wurde gesammelt und niemand musste dazu aufgefordet werden.

„Dieses Projekt ist für mich ein vorbildliches Beispiel für bürgerschaftliches Engagement. Es hat gezeigt, dass die Flensburger füreinander da sind, wenn es darauf ankommt“, sagt Nospa-Chef Thomas Menke „Unsere Nospa ist stolz, zu dieser Gemeinschaft dazuzugehören, und bringt sich – wie auch in diesem Fall – gern stark darin ein. Wir haben 3264 Euro gesammelt, auf 6600 Euro verdoppelt und so unseren Beitrag geleistet.“

Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar dankte allen Spendern, allen Bürgerinitiativen, Schulklassen und Unternehmen, die Sammelaktionen für den Bürgerfonds initiiert haben: „Und nicht zu vergessen, beigetragen zu diesem tollen Erfolg hat sicherlich auch die tägliche Berichterstattung im Flensburger Tageblatt. Keiner von uns ist davor gefeit, in eine Notlage zu geraten. Flensburg hat bewiesen, dass man in einer solchen Situation auf die Hilfe seiner Mitbürger hoffen kann. Darüber dürfen wir uns alle freuen und auch ein bisschen stolz darauf sein.“

Horst Bendixen, Sozialfachbereichsleiter der Stadt, zeigte sich rundum begeistert, dass die Flensburger sich auf breiter Front bei der Bürgerwette so toll engagiert haben und damit den Bürgerfonds unterstützen. Die Spendenfreudigkeit auch nach der eigentlich verlorenen Wette macht nachdrücklich deutlich, wie sehr sie hinter der Idee eines von den Bürgern getragenen Fonds für in Not geratene Mitmenschen stehen.

Petra Schenkluhn, Kreishandwerkerschaft erinnerte daran, dass das Handwerk mit seinen Azubis sich gern an der Wette beteiligt hatte. „Wir unterstützen gern, denn jeder Mensch kann unverschuldet und schnell in eine Notlage gelangen, die mit einem kleinen Beitrag behoben werden kann.“

Susanne Kühn vom Bürgerfonds-Beirat war ebenfalls voller Lob: „Eine unglaubliche Superleistung aller, die mitgemacht haben. So rückt eine Stadt für einen guten Zweck zusammen. Toll, dass die Summe geschafft worden ist und ich wünsche mir, dass es anhält ….und nicht nur in der Weihnachtszeit , denn die Bedürftigkeit ist nicht abhängig von einer Jahreszeit.“

 

„Klasse, dass es doch noch geklappt hat“, entfuhr es Andreas Fahnert von Santiano. Sein Vorschlag: „Man sollte die Bürgerwette zur festen Institution machen, die alle zwei bis drei Jahre stattfindet.“ und sein Kollege Axel Stosberg erklärte: „Schon im Laufe der Wette habe ich mich riesig gefreut, was für eine Welle die Flensburger für den Bürgerfonds reiten. Soviel Engagement ist nachhaltig. Ich bin unglaublich stolz auf die Bürger dieser Stadt. Dringender Wiederholungsbedarf.“

„ Die Aktion hat Bürgerengagement gefordert und ein schönes Gemeinschaftsgefühl erzeugt“, hat Yvonne Braasch von der IG Rote Straße beobachtet, die gleich mehrere Aktionen organisiert hatte: „Die Geschäfte in der Roten Straße hat es enger zusammenrücken lassen in dem Streben nach gut gefüllten Schweinchen, und der Austausch mit unseren Kunden in diesem Zusammenhang war erfrischend positiv. Wir werden die roten Nospa-Schweinchen im Advent wieder aufstellen.“

Manfred Werner findet nicht nur großartig, dass dieses hoch gesteckte soziale Ziel erreicht wurde. „Außergewöhnlich ist , dass diese Summe nicht durch wenige Großspenden, sondern durch die Aktionen vieler engagierter Bürger, Vereine und Institutionen zusammen kam. Dass der ETSV Weiche und die SG Flensburg-Handewitt zwei dieser vielen Beiträge geleistet haben, ist für mich als Paten und Bürger dieser Stadt eine Selbstverständlichkeit, und auch Herzensangelegenheit.“

„Ein starkes Ergebnis einer schönen Stadt“, fand auch Dirk Dillmann von den Sportpiraten. „Schön, dass die Sportpiraten mit dem Schlachthof einen Teil zum Erfolg beitragen durften.“












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