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Handball-Bundesliga : SG Flensburg-Handewitt spielt Unentschieden bei Hannover-Burgdorf

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„Das ist ein verlorener Punkt“: Für einen Sieg hat es für die SG Flensburg-Handewitt nicht gereicht.

Hannover | Niedersachsens Hauptstadt bleibt für die SG Flensburg-Handewitt ein schwieriges Pflaster. Nach zwei Niederlagen in den vorangegangenen Spielzeiten konnte das Team von Trainer Ljubomir Vranjes das Auswärtsspiel in der Handball-Bundesliga bei der TSV Hannover-Burgdorf erneut nicht gewinnen. Quasi mit der Schlusssirene glückte den Gastgebern am Sonntag der Ausgleich zum 25:25 (12:12).

Nach einem 60-minütigen Krimi vor 4000 Zuschauern hatte Hannover im Schlussakt alles auf eine Karte gesetzt und die SG-Abwehr mit einem Kempatrick, den Linkshänder Runar Karason erfolgreich abschloss, geknackt. „Wir wussten, was uns bei einem Gegner, der gegen den Abstieg kämpft, erwartet. Wir waren in der Abwehr gut eingestellt und hatten bis zum Ende den Sieg in der Hand. Umso ärgerlicher, wenn man in letzter Sekunde den Ausgleich bekommt“, sagte SG-Kapitän Tobias Karlsson. Auch Geschäftsführer Dierk Schmäschke zeigte sich geknickt: „Wir waren so dicht dran. Das ist ein verlorener Punkt. Jetzt konzentrieren wir uns nur noch auf das Final4 im Pokal.“

Platz drei in der Liga bleibt aber weiter im Visier, wenn es in knapp einem Monat mit den Heimspiel gegen Lemgo weitergeht. Allerdings ist der relative Vorsprung gegenüber dem SC Magdeburg (ein Spiel weniger ausgetragen) auf nur noch einen Punkt geschrumpft.

Hannover-Burgdorf, ebenso wie die SG vom Verletzungspech gebeutelt und ohne Kapitän Torge Johannsen sowie Linkshänder Kai Häfner angetreten, lieferte der SG einen großen Fight, was auch die Flensburger anerkannten. „Das war eine kämpferische Einstellung auf hohem Niveau von beiden Mannschaften“, sagte Vranjes und sah hier auch den Grund dafür, dass spielerisch viele Fehler auf beiden Seiten zu sehen waren. Er sei bis zum Schluss zuversichtlich gewesen, musste dann aber erleben, wie seine Mannschaft in ihrem letzten Angriff ins Zeitspiel zu geraten drohte und Lars Kaufmann mit einem Wurf aus der Not Hannovers Kasten und damit die entscheidende Zwei-Tore-Führung verfehlte.

Die Gäste starteten mit einer 4:1-Führung, Torhüter Mattias Andersson hatte bis zur 14. Minute bereits sechs Bälle abgewehrt. Danach schrumpfte die Quote des Schweden allerdings Zug um Zug auf 25 Prozent zusammen. Hannover gewann leicht die Oberhand und legte bis zur 40. Minute immer wieder einen Vorsprung mit ein oder zwei Toren vor. Danach begann sich die Partie erneut etwas zu drehen. Die SG marschierte dank ihrer treffsicheren Außen Anders Eggert und Lasse Svan voran, auch Spielmacher Thomas Mogensen zeigte sich mit fünf Treffern auf den Weg zurück zu bekannter Gefährlichkeit.

Insgesamt aber fehlte Durchschlagskraft aus dem Rückraum, zumal Drasko Nenadic – gehandicapt durch Kniebeschwerden – Kaufmann im Angriff nicht entlasten konnten. „Sieben, acht Tore eines Holger Glandorf hätten uns heute gut getan – aber leider ist er nicht dabei“, meinte Schmäschke. So gelang es der SG nicht mehr, entscheidend davonzuziehen.

Die kommende Woche gehört dem Grundlagen-Training. „Es wird ganz hart – fast wie in der Sommervorbereitung“, hatte Vranjes bereits am Freitag angekündigt. Danach folgen für sechs, eventuell sieben SG-Spieler Länderspielverpflichtungen. In der letzten Woche vor dem Final4 will sich Vranjes dann dem handballerischen Feinschliff vor dem Pokal-Halbfinale gegen die RN Löwen widmen.

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Weber – Andreu Candau (3), Patrail, Hykkerud (2), Lehnhoff (2), Szücs (2), Sevaljevic (2), Gudmundsson, Karason (5), Pollex (1), Christophersen (3), Katening (2), Mirkulovski (3).

SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Möller (n.e.) – Karlsson, Nenadic, Eggert (7/3), Mogensen (5), Svan (4), Wanne, Kaufmann (3), Zachariassen (2), Gottfridsson (1), Macke, Radivojevic, Elahmar (3).

Schiedsrichter: Hartmann/Schneider (Magdeburg/Barleben). - Zeitstrafen: 4:4. - Siebenmeter: 0:3. - Zuschauer: 4000

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erstellt am 19.04.2015 | 17:00 Uhr

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